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Schwarzer beim Joggen getötet: Fall Ahmaud Arbery: Drei Tatverdächtige werden wegen Mordes angeklagt

Nach den tödlichen Schüssen auf den schwarzen Jogger Ahmaud Arbery müssen sich die drei Tatverdächtigen unter anderem wegen Mordes vor Gericht verantworten. Insgesamt habe die Grand Jury die Männer in neun Punkten angeklagt, heißt es.

Akeem Baker läuft die Straße vor Ahmaud Arberys Haus runter.

Drei weiße Männer sind nach dem Tod des schwarzen Joggers Ahmaud Arbery im US-Bundesstaat Georgia vor vier Monaten unter anderem wegen Mordes angeklagt worden. Eine Grand Jury habe sie jeweils in neun Punkten angeklagt, sagte die Staatsanwältin des Bezirks Cobb County, Joyette Holmes, am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. "Dies ist ein weiterer großer Schritt, um Gerechtigkeit für Ahmaud zu erlangen", sagte Holmes. 

Arbery wurde beim Joggen am 23. Februar in der Stadt Brunswick getötet. Die Ermittlungen kamen erst mehr als zwei Monate später richtig in Gang, als der Fall durch ein verstörendes Handy-Video der Tat breite Aufmerksamkeit erlangte. 

Ahmaud Arbery trafen zwei Schüsse in die Brust

Anfang Mai wurden der 64 Jahre alte Gregory M. und sein 34 Jahre alter Sohn Travis festgenommen. Den Ermittlern zufolge hatten die Tatverdächtigen Arbery zunächst mit ihrem Fahrzeug verfolgt und dann mit Schusswaffen konfrontiert. Dem Autopsiebericht zufolge wurde Arbery von zwei Schüssen mit Schrotmunition aus nächster Nähe in die Brust getroffen, ein dritter Schuss streifte sein rechtes Handgelenk. Der dritte Verdächtige hat die Tat nach Angaben des Kriminalamts GBI gefilmt.

Der Fall Ahmaud Arbery hatte nach seinem Bekanntwerden im Mai Entsetzen ausgelöst. Bei den seit Wochen andauernden Protesten gegen Rassismus in den USA skandieren Demonstranten immer wieder auch seinen Namen neben dem des bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getöteten Schwarzen George Floyd.

mod / DPA / AFP
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