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Haft für Pflegeeltern gefordert: Urteil im Prozess um Methadon-Tod von Chantal verschoben

Die elfjährige Chantal starb vor drei Jahren an einer Methadon-Vergiftung. Ob es ein tragischer Unfall war oder fahrlässige Tötung - die Enscheidung hat das Hamburger Landgericht überraschend vertagt.

Mit Blumen und Kränzen geschmückt ist das Grab des verstorbenen elfjährigen Mädchens Chantal

Mit Blumen und Kränzen geschmückt ist das Grab des verstorbenen elfjährigen Mädchens Chantal

Drei Jahre nach dem Methadon-Tod der elfjährigen Chantal aus Hamburg wollte das Landgericht am Montag sein Urteil gegen die angeklagten Pflegeeltern verkünden. Doch die Entscheidung wurde nun überraschend vertagt.

Am Morgen seien weitere Anträge der Verteidigung der Pflegeeltern eingegangen, über die nun beraten und entscheiden werden müsse, teilte das Gericht mit. Die Urteilsverkündung sei angesichts der geänderten Umständen nun frühestens am 5. Februar zu erwarten.

Für den 54 Jahre alten Pflegevater hat die Staatsanwaltschaft eine zweieinhalbjährige Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung und Vernachlässigung der Fürsorgepflicht gefordert. Die 50 Jahre alte Pflegemutter soll demnach zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt werden. Die Verteidiger forderten einen Freispruch für beide.

Mädchen starb an Methadon-Überdosis

Chantal starb vor drei Jahren, am 16. Januar 2012, an einer Methadon-Überdosis. Das Mädchen soll in der Wohnung in Hamburg-Wilhelmsburg über seine drogenabhängigen Pflegeeltern Zugang zu der Heroin-Ersatzdroge Methadon bekommen haben.

Der 54-Jährige hatte die im Sterben liegende Chantal sich selbst überlassen und war am Morgen zur Arbeit gegangen - ohne den Notarzt oder seine Lebensgefährtin zu verständigen. Er habe nicht erkannt, dass Chantal bereits bewusstlos gewesen sei.

Die Verteidigung betonte, es habe sich um einen "Unfall" gehandelt. Die Pflegeeltern hätte immer darauf geachtet, die Tabletten sicher in der Garage aufzubewahren. Seit Dezember mussten sich die Angeklagten in zehn Verhandlungstagen vor Gericht verantworten.

lie/DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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