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Getötete 22-Jährige Fall Gabby Petito: Anrufer alarmierte schon vor Wochen die Polizei

Notruf im Fall Petito veröffentlicht – Augenzeuge berichtet von Schlägen
Sehen Sie im Video: Neue Audioaufnahme im Fall Petito veröffentlicht – Augenzeuge berichtet von Schlägen.








In Zusammenhang mit dem Fall Gabby Petito hat die Polizei einen Notruf veröffentlicht. Ein Anrufer alarmierte am 12. August die Beamten wegen eines gewalttätigen Übergriffs Anrufer: „Ich möchte einen Fall von häuslicher Gewalt melden. Es war ein weißer Van, Nummernschild aus Florida, weißer Van." „Wir fuhren vorbei und der Mann hat das Mädchen geschlagen." „Er schlug sie?" „Ja, wir hielten an. Sie rannten den Bürgersteig hoch und runter und er schlug sie weiter. Dann sind sie ins Auto und davongefahren." Das FBI hat nun den Fund der Leiche der jungen Frau in Wyoming bestätigt. Von ihrem Freund fehlt bisher jede Spur.
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Im Fall Gabby Petito bekam die Polizei offenbar schon vor Wochen Hinweise darauf, dass der Freund der getöteten 22-Jährigen gegenüber ihr gewalttätig war. Familie und Freunde haben bei einer Trauerfeier Abschied von der Toten genommen.

Immer noch gibt es viele Unklarheiten im Fall der getöteten Gabby Petito. Die 22-jährige US-Amerikanerin war nach einem Roadtrip mit ihrem Freund Brian Laundrie verschwunden. Vor gut einer Woche fand die Polizei ihre Leiche in einem Nationalpark im US-Bundesstaat Wyoming. Die Behörden gehen von einem Tötungsdelikt aus.

Hauptverdächtiger ist Petitos Freund, nach dem mit einem Haftbefehl gefahndet wird. Offenbar war Laundrie bereits vorher gewalttätig gegen seine Freundin geworden. Mitte August, einen Monat bevor Petitos Leiche gefunden wurde, bekam die Polizei in der Stadt Moab im Bundesstaat Utah einen Notruf, in dem ein Zeuge darauf hinwies, dass ein Mann eine Frau geschlagen habe und beide in einem Van davongefahren seien. Offenbar handelte es sich dabei um Laundrie und Petito. Der Fernsehsender Fox13 veröffentlichte entsprechende Audio-Aufnahmen.

Gabby Petito: Wussten die Polizisten von dem Vorwurf häuslicher Gewalt?

Polizisten hielten Laundrie und Petito auf der Straße an, ließen sie anschließend aber weiterfahren. Nun wird untersucht, ob dieses Vorgehen richtig war – und ob mit einem konsequenteren Durchgreifen Gabby Petito eventuell sogar noch leben könnte. Bevor der Anruf öffentlich wurde, hatten die Behörden noch bestritten, dass die Polizisten wussten, dass es sich hier um einen möglichen Fall von häuslicher Gewalt handelte. In einem solchen Fall hätten sie die gewalttätige Person festnehmen müssen. 

Stattdessen trennten die Polizisten das Paar nur für eine Nacht – Laundrie übernachtete in einem Hotel, Petito im Van. Danach durften beide ihre Reise zusammen fortsetzen. Laut Polizeibericht habe es sich mehr um eine "mentale/emotionale Krise" gehandelt als um einen Fall von häuslicher Gewalt.

Trauerfeier für Gabby Petito

Am Sonntag nahmen zahlreiche Menschen bei einer Trauerfeier in der Nähe von New York Abschied von Gabby Petito. Ihr Vater Joseph Petito beschrieb seine Tochter in seiner Grabrede in Holbrooke auf Long Island laut CNN als "glückliches Mädchen". Außerdem bezog er sich auch auf die Beziehung zwischen Petito und ihrem Freund: "Wenn ihr in einer Beziehung seid, die vielleicht nicht das Beste für euch ist, dann verlasst sie jetzt." Von Brian Laundrie fehlt mittlerweile jede Spur – dessen Eltern hatten ihn vergangene Woche als vermisst gemeldet.

Quellen: Fox13 / "Daily Mail"CNN / DPA

epp

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