Fall Kachelmann Möglicher Prozess beginnt erst nach der Sommerpause


Ein Prozess gegen Jörg Kachelmann ist nach Medienberichten im September möglich. Der Wettermoderator ist unter dem Verdacht der Vergewaltigung inhaftiert.

Der Vergewaltigungsprozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann beginnt laut Medienberichten frühestens im September. In Justizkreisen gehe man von einem Prozessbeginn erst nach den Sommerferien aus, berichtete der "Spiegel" am Samstag vorab. Auch der "Focus" erwartet einen Prozessbeginn Anfang September. Der Anwalt des mutmaßlichen Opfers, Thomas Franz, sagte "Sonntag aktuell": "Wenn das Gericht weiterhin von einem dringenden Tatverdacht ausgeht, gibt es jetzt gar keine andere Möglichkeit, als das Hauptverfahren zu eröffnen."

Das Landgericht Mannheim hatte am Donnerstag Kachelmanns Entlassung aus dem Gefängnis abgelehnt und zur Begründung erklärt, seine Einlassungen seien wenig plausibel. Dagegen werde die Aussage des mutmaßlichen Opfers nach wie vor als glaubhaft eingestuft. Über eine Haftbeschwerde von Kachelmanns Anwalt muss nun das Oberlandesgericht Karlsruhe entscheiden. "Wir werden den Fall mit der gebotenen Beschleunigung bearbeiten", sagte ein Gerichtssprecher der "Sonntag aktuell".

Kachelmann wird verdächtigt, seine Geliebte vergewaltigt, mit einem Messer am Hals verletzt und ihr mehrmals gedroht zu haben, sie zu töten. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe zwischen 5 bis 15 Jahren. Der Schweizer, der seit Ende März in Untersuchungshaft in Mannheim sitzt, weist die Vorwürfe zurück. Franz kündigte an, dass seine Mandantin in dem Prozess "ihre Zeugenpflichten wahrnehmen und aussagen wird".

APN/DPA DPA

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