HOME

Fall Kampusch: Nataschas altmodischer Entführer

Die Polizei sucht auf dem Grundstück des Entführers von Natascha Kampusch nach weiteren unterirdischen Verliesen. Dabei machte sie eine ungewöhnliche Entdeckung.

Natascha Kampuschs Entführer, der 44-Jährige Kommunikationstechniker Wolfgang Priklopil, verwendete ausschließlich einen Commodore 64, ein bis Ende der 80er Jahre äußerst populäres Modell. Heute sei dieser Rechner jedoch ein Stück Altertum, sagte Generalmajor Gerhard Lang vom Wiener Bundeskriminalamt (BK). "Es war ein Problem, die Daten auf einen heutigen modernen Computer ohne Verlust zu übertragen." Ein anderes Gerät sei nicht gefunden worden.

Polizei durchsucht mehrere Schächte

Die Polizei durchsuchte das Grundstück und das Haus des Entführers im Wiener Vorort Strasshof weiter. Die Ermittler wollten sicherstellen, dass es auf dem Gelände nicht noch weitere unterirdische Verliese wie jenes gibt, in dem Kampusch acht Jahre lang festgehalten wurde. Polizeisprecher Lang sagte, bislang seien keine gefunden worden. Zuletzt wurden im Garten unterirdisch verlegte Elektroleitungen untersucht und der dazugehörige Verteiler ausgegraben.

Mehrere Schächte - bei einem ehemaligen Schuppen hinter dem Haus, ein Wasserüberlauf beim Swimmingpool im Garten und ein Kanalschacht vor dem Gebäude - sind, teilweise von Polizeitauchern, durchsucht worden, berichtet die österreichische Nachrichtenseite "news.at". Beamte seien mit Hohlraumsonden auf dem Gelände unterwegs, sagte Lang.

Indessen kursieren im Internet erste Videos, die angeblich Aufnahmen aus ihrem Verlies zeigen. Die britische Boulevard-Presse behauptete gar, dass Natascha Kampusch von ihrem Peiniger ein Kind erwarte. Ihre medizinischen Betreuer geben zum Gesundheitszustand der jungen Frau keinerlei Kommentar. Ecker und Kampusch selbst wollen mit dem Gang an die Öffentlichkeit nun weiteren Spekulationen und Sensationsgeschichten den Wind aus den Segeln nehmen.

Die heute 18-Jährige will sich am Mittwochabend im österreichischen Fernsehen erstmals selbst zu ihrem Martyrium äußern. Das Interview mit dem Sender ORF 2 soll um 20.15 Uhr beginnen und mindestens 20 Minuten dauern. Der Journalist Christoph Feurstein, der das Interview führen wird, erklärte, Kampusch werde selbst entscheiden, ob sie sich im Fernsehen zeigen wolle. Der ORF erklärte bereits, intime Fragen werde es nicht geben. Der Sender beteuerte, er habe nicht für das Interview gezahlt, kündigte jedoch am Dienstag die Einrichtung einer Spendenhotline für die junge Frau an. In Deutschland zeigt der Sender RTL das Interview ab 21.15 Uhr in der Sendung "Extra - Spezial". Außerdem sollen Interviews in der "Kronen Zeitung" sowie im Wochenmagazin "News" erscheinen.

Medien bieten Höchstpreise

Für das Gesicht der jungen Frau wurden Höchstpreise geboten: Internationale Medien hätten "sechsstellige Summen" zahlen wollen, heißt es in Wien, und manche hätten gar nur nach dem Preis gefragt und seien bereit gewesen, jede Summe hinzublättern. "Es ist ein Grenzgang", sagt Kampuschs Medienberater Dietmar Ecker. Es gelte, das Interesse der Menschen an ihrem Schicksal und dem glücklichen Ende des Verbrechens zu befriedigen - durchaus im Sinne der jungen Frau: "Es ist ein ausdrücklicher Wunsch von ihr, persönlich die Öffentlichkeit zu informieren", heißt es auf seiner Homepage. Kampusch selbst hatte mit ihrem Appell wenige Tage nach ihrer Flucht angekündigt, sie werde ihre Geschichte erzählen, allerdings Respekt vor ihrer Privatsphäre gefordert und um Zeit gebeten. Die aber gilt es zu nutzen, weiß Berater Ecker.

Der Medienprofi hat nun ein Paket geschnürt, das die momentane internationale Aufmerksamkeit nutzt und Kampusch doch langfristig finanziellen Nutzen bringt. Der ORF zahlt demnach "keinen Cent" für seine Exklusivrechte: Er soll der einzige TV-Anbieter bleiben, der Natascha selbst filmen darf und soll auch den internationalen Weiterverkauf organisieren. Das Unternehmen wird aber auch nicht an der Verwertung verdienen: Alle Einnahmen fließen in einen "Natascha Kampusch Fonds", aus dem die junge Frau in den kommenden Jahren ihre Existenz bestreiten muss.

Wieviel andere Sender - etwa RTL für die nur um eine Stunde versetzte Ausstrahlung - bezahlen mussten, darüber hüllen sich die Medienanstalten in Schweigen. Die Rede ist von "mehreren hunderttausend Euro". Weitere Anfragen reichten angeblich von amerikanischen Unternehmen über russische Sender bis hin zu Al- Dschasira.

Natascha lebt von Sozialhilfe

Zur Zeit lebt das Entführungsopfer von Opferhilfe und Sozialhilfe. Dabei will die junge Frau, wie sie bereits verkündet hat, die Schulbildung nachholen und eine Ausbildung absolvieren. Doch allein ihre intensive psychotherapeutische Begleitung wird nach Angaben ihrer Betreuer noch mindestens ein Jahr weiter geführt werden müssen.

Daher sollen die beiden zum Konzern "Mediaprint" gehörenden Blätter "Kronen Zeitung" und "News" nun vertragsgemäß für die Ausbildung und die Wohnsituation der jungen Frau Sorge tragen. Die "Kronen Zeitung" soll ihr bereits eine Stelle auf Lebenszeit angeboten haben.

DPA/AP / AP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(