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Vermisste Madeleine McCann: Kinderleiche in Australien: Neue Spur im Fall Maddie?

Der Fund einer Mädchenleiche in Australien ruft die britische Polizei auf den Plan: Handelt es sich um die Überreste der seit 2007 vermissten Maddie McCann? Einige Indizien machen die Ermittler hellhörig.

Ermittler im Fall Maddie McCann verfolgen neue Spur: Kinderleiche in Australien gefunden

Waren 2011 in der Talkshow von Reinhold Beckmann zu Gast, um die Suche nach ihrer Tochter voranzutreiben: Kate und Gerry McCann.

Britische Ermittler, die weiter auf der Suche nach der vermissten Madeleine McCann sind, haben nach dem Fund einer Mädchenleiche in Australien die dortigen Kollegen kontaktiert. "Wir wissen von Berichten, nach denen die Überreste eines Kindes in Südaustralien gefunden wurden, und wir haben Kontakt mit den australischen Behörden aufgenommen", teilte die britische Polizei mit. Zu weiteren Details der aktuellen Entwicklungen wollte sich ein Sprecher zunächst nicht äußern.

Laut einem Bericht der Zeitung "Mirror" haben folgende Indizien die Ermittler aufhorchen lassen: Das Mädchen sei im Jahr 2007 gestorben, es sei ermordet worden und war zum damaligen Zeitpunkt zwischen zwei und vier Jahren alt. Außerdem soll es helle Haare gehabt haben.

Scotland Yard horcht auf, australische Polizei skeptisch

„Wir können nicht ausschließen, dass es sich um Maddie handelt", so ein Sprecher von Scotland Yard zu der Zeitung, "Wir haben deshalb bereits Kontakt zu den australischen Behörden aufgenommen." Diese gehen der Nachrichtenagentur PA zufolge aber nicht davon aus, dass es die Leiche von Madeleine McCann sein könnte.

Auch im Umfeld der Familie McCann sei man laut "Mirror" skeptisch: "Ich frage mich, wie Maddie von Portugal nach Australien gekommen sein soll", zitiert die Zeitung eine anonyme Quelle. Außerdem sei die Kleidung neben dem Skelett nicht die von Maddie gewesen. Wie PA berichtet, habe die jetzt aufgetauchte Leiche in einem Koffer gelegen, der neben einer Autobahn in Wynarka nahe Adelaide gefunden wurde.

Madeleine McCann war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus der Ferienwohnung der Familie in Portugal verschwunden. Die Polizei vermutet eine Entführung, schließt aber auch andere Möglichkeiten nicht aus. Maddies Eltern hatten auf der Suche nach ihrer Tochter mit einer weltweiten Medienkampagne für Furore gesorgt.

tim/DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?