Fall Madeleine Polizei verhört Mutter elf Stunden


Die portugiesische Kriminalpolizei hat die Mutter der verschwundenen Madeleine McCann verhört - fast elf Stunden lang. Sie sei jedoch keine Verdächtige, hieß es. Am Freitag soll der Vater erstmals getrennt von seiner Frau vernommen werden.

Vier Monate nach dem rätselhaften Verschwinden der kleinen Madeleine ist ihre Mutter Kate McCann fast elf Stunden lang von der portugiesischen Kriminalpolizei verhört worden. Die 39-Jährige habe lediglich als Zeugin ausgesagt, sagte ihr Anwalt Carlos Pinto de Abreu in der Nacht zum Freitag in Portimao an der Algarve-Küste. Die Ermittler hatten zuvor mehrfach betont, dass die Eltern der Vierjährigen nicht als Verdächtige gelten. Die Ermittlungen in dem Fall gingen weiter, sagte der Anwalt.

Polizei verwirft Entführungs-Hypothese

Im Laufe des Freitags solle das Verhör in der Zentrale der Kriminalpolizei in Portimao allerdings fortgesetzt werden, hieß es in Medienberichten unter Berufung auf Polizeikreise. Anschließend solle auch Madeleines Vater, Gerry McCann, erneut vernommen werden. Das britische Ärzte-Ehepaar wird damit erstmals getrennt von den Ermittlern befragt. Zuvor hatte es in Medienberichten geheißen, die Hinweise auf einen Tod Madeleines hätten sich verdichtet. Die Laboranalysen von Blutresten, die vor einigen Wochen von Spürhunden in der Ferienwohnung der Familie entdeckt worden seien, hätten diese Vermutung verstärkt. Dagegen habe die Polizei ihre ursprünglich aufgestellte Hypothese, Madeleine sei das Opfer einer Entführung geworden, mittlerweile praktisch aufgegeben.

Madeleine war am 3. Mai aus einem Ferienappartement an der Algarve-Küste in Südportugal verschwunden. Ihre Eltern hatten mit einer beispiellosen öffentlichen Suchaktion auf den Fall aufmerksam gemacht.

DPA DPA

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