Fall Madeleine Werden die McCanns nun angeklagt?


Kriminaltechnische Untersuchungen haben die Eltern der verschwundenen Madeleine zu Verdächtigen gemacht. Nun wurde der Fall einem Strafrichter übergeben, der innerhalb von zehn Tagen entscheiden wird, ob es zu einem Prozess kommt.

Der portugiesische Staatsanwalt hat die Unterlagen zum Fall Madeleine McCann am Dienstagabend überraschend an einen Untersuchungsrichter übergeben. Dieser wird nun innerhalb kurzen Frist entscheiden, ob die vorliegenden Beweise für einen Prozess gegen Kate und Gerry McCann ausreichten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft von Portimao. In der im Fernsehen übertragenen Erklärung wollte sie jedoch keine Angaben zur Art der übergebenen Beweise oder zu möglichen Anschuldigungen gegen die Eltern des britischen Mädchens machten.

Kriminaltechnische Untersuchungen brachten Wende

Der Untersuchungsrichter hat nun zehn Tage Zeit, zu entscheiden, wie in dem Fall des verschwundenen kleinen Mädchens vorgegangen wird. Möglich ist auch, dass er weitere Durchsuchungen oder Befragungen anordnet, berichtete die BBC.

Die portugiesische Polizei hatte die Eltern Gerry und Kate McCann vergangene Woche zu Verdächtigen erklärt. Zur Wende in den Ermittlungen haben nach Polizeiangaben die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchungen mehrerer Schauplätze geführt. Das Ärzteehepaar aus Rothley in Mittelengland bestreitet allerdings, mit dem Verschwinden ihrer Tochter etwas zu tun zu haben. Madeleines Eltern hatten Anfang Mai erklärt, Madeleine sei aus ihrer Ferienwohnung in Portugal verschwunden, während sie wenige Meter entfernt zu Abend gegessen hätten.

Reuters/DPA DPA Reuters

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