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Regensburg Leiche im Wald entdeckt: Fall Maria Baumer – Polizei verhaftet Ex-Lebensgefährten erneut

Ein Polizist und ein Polizeifahrzeug
In Berlin nahm die Polizei einen Mann unter Mordverdacht fest (Symbolbild)
© Karl-Josef Hildenbrand
Im Fall Maria Baumer gab es jahrelang kaum Bewegung – nun wurde ihr damaliger Lebensgefährte festgenommen. Die Frau war 16 Monate vermisst, ehe Pilzsammler ihre Leiche in einem Wald entdeckten. 

Im Fall der 2013 tot aufgefundenen Maria Baumer aus Regensburg haben die Ermittler erneut den ehemaligen Lebensgefährten verhaftet. Sein Mandant sitze unter Mordverdacht in Untersuchungshaft, sagte Rechtsanwalt Michael Haizmann am Donnerstag. Für den Nachmittag kündigte die Staatsanwaltschaft eine Pressekonferenz zu dem Fall an.

Die 26-Jährige war seit Mai 2012 vermisst worden. 16 Monate später fanden Pilzsammler ihr Skelett in einem Wald bei Regensburg. Die Todesursache konnte laut Angaben der Polizei von damals nach so langer Zeit nicht mehr festgestellt werden. Trotzdem wurde der 28 Jahre alte Verlobte der Toten wenig später verhaftet. Der Mann kam aber wieder auf freien Fuß, nachdem sein Anwalt Haizmann ein zweites Mal Haftbeschwerde einlegt hatte.

Franziska Reich

Wohnungen des Verdächtigen erneut durchsucht

Jahrelang habe sich in dem Fall nichts mehr getan, sagte Haizmann. Am Montag dann seien die Wohnungen seines Mandanten und die von dessen Mutter und eines Bruders durchsucht worden. Seit Mittwoch sitze der Mann wieder in Untersuchungshaft. Der Vorwurf der Ermittler laute auf Mord mit den Merkmalen der Heimtücke und niedriger Beweggründe.

2013 hatte der Rechtsanwalt seine Haftbeschwerde vor allem auf zwei Säulen gestützt. "Es konnte nicht festgestellt werden, ob die Frau umgebracht wurde. Die Umstände ihres Todes sind gänzlich unbekannt", sagte Haizmann damals. Zudem habe das Motiv gefehlt: "Die beiden hatten eine harmonische Beziehung und wollten heiraten."

Ihr Freund stellte eine Vermisstenanzeige

Baumer hatte kurz vor ihrem Verschwinden einen neuen Job angetreten. Zudem war sie eine Woche zuvor zur Landesvorsitzenden der Katholischen Landjugendbewegung gewählt worden. Mit ihrem Verlobten hatte sie zusammengelebt. Am Tag, an dem die Einladungen zur Hochzeit verschickt werden sollten, verschwand die 26-Jährige und ließ ihr Handy und den Verlobungsring zurück. 

Der Verlobte hatte angegeben, nach dem Verschwinden der Frau noch zweimal mit ihr telefoniert zu haben. Dabei soll sie gesagt haben, dass sie eine Auszeit nehmen wolle. Der Mann stellte schließlich eine Vermisstenanzeige.

tis DPA

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