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Fall Natascha: Das bizarre Verhältnis zum Entführer

Wie lebt sich Natascha wieder in ihrem sozialen Umfeld ein? Ihr Betreuerteam ließ wissen, sie habe derzeit ein distanziertes Verhältnis zu ihren Eltern. Ein Zeuge, der sie mit Priklopil gesehen hatte, behauptet, sie habe damals "glücklich" gewirkt.

Natascha Kampusch habe eine "distanzierte Haltung" zu ihren Eltern, teilte das Betreuerteam der 18-Jährigen am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Wien mit. Sie telefoniere zwar regelmäßig mit ihrer Mutter, aber zum Vater habe die junge Frau im Moment keinen Kontakt. Ob und wann sie zu ihrer Familie zurückkehre, sei offen.

Die Ermittler kündigten unterdessen an, über Nataschas Aussagen und weitere Erkenntnisse Stillschweigen zu wahren. Kampusch selbst hatte in einem spektakulären Appell zu Beginn der Woche gebeten, ihre Privatsphäre zu wahren. Bekannt wurde die Aussage eines Zeugen, der ein Geschäftspartner des Entführers Wolfgang Priklopil war. Er habe bei einem Treffen mit Priklopil Natascha kennen gelernt - ohne zu wissen, wer sie sei, berichtete der Mann. Sie habe "glücklich" auf ihn gewirkt.

"Sehr, sehr stark"

Psychologen sehen in dieser Verhaltensweise des Opfers eine Art Selbstschutz. Die Beziehung zwischen Kampusch und Priklopil könne durchaus auch eine gewisse Nähe erreicht haben. "Das Bedürfnis, physisch und psychisch zu überleben, ist das stärkste Bedürfnis, das es gibt", sagte der Psychiater und Autor Paulus Hochgatterer der Wiener Wochenzeitung "Falter": "Es ermöglicht Menschen unter Extrembedingungen - wie es hier der Fall war - zu existieren." Weiter erklärte er: "Sie muss sehr, sehr stark sein. In ihrer Persönlichkeit war offenbar so viel Gesundes, dass sie nie vergaß, dass dieser Mann ein Verbrecher war, der ihr Unrecht zufügte." Daher habe die 18- Jährige auch allen Drohungen zum Trotz die Gelegenheit zur Flucht erkannt und ergriffen.

Kampusch, die nach Angaben des Psychiaters Max Friedrich, der die Betreuung der jungen Frau koordiniert, "schwer traumatisiert" ist, hält sich nach wie vor an einem geheim gehaltenen Ort auf. Auch der Polizei steht sie nur in kurzen Befragungen Rede und Antwort.

Winziges Verlies

Natascha Kampusch war am 2. März 1998 im Alter von zehn Jahren auf dem Weg zur Schule in Wien entführt worden. Der gelernte Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil hielt sie mehr als acht Jahre in seinem Haus in Strasshof gefangen - über große Zeiträume in einem winzigen Verlies in seinem Keller. Vergangene Woche gelang dem Opfer die Flucht. Der Täter nahm sich wenige Stunden später das Leben.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(