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Prügel-Angriff in Bonn: Hauptverdächtiger nach gewaltsamem Tod von Niklas P. festgenommen

Nach dem Tod von Niklas P. in Bonn ist nun der Hauptverdächtige festgenommen worden. Er soll den Jugendlichen so stark verprügelt haben, dass der schließlich starb. Am Samstag soll Niklas beerdigt werden.

Blumen und Kerzen stehen in Bonn neben dem Kreuz an der Stelle, an der Niklas P. attackiert wurde.

Niklas P. war nach einem Konzertbesuch mit Freunden auf dem Weg zum Bahnhof im Stadtteil Bad Godesberg von einer Gruppe junger Männer angegriffen und so schwer verprügelt worden, dass er starb

Rund eineinhalb Wochen nach dem brutalen Überfall auf einen später gestorbenen 17-jährigen Schüler in Bonn hat die Polizei den mutmaßlichen Haupttäter festgenommen. Teams der Mordkommission fassten den 20-Jährigen am Dienstagmittag im Stadtteil Bad Godesberg, wie die Polizei mitteilte. Nach weiteren Tatverdächtigen wurde demnach gefahndet.

Einzelheiten zu dem vorläufig Festgenommenen teilten die Behörden nicht mit. Zum Stand der Ermittlungen wollen sich Staatsanwaltschaft und Polizei erst am Mittwochnachmittag äußern.

Niklas P. wird am Samstag beerdigt

Der 17-jährige Niklas P. war in der Nacht zum 7. Mai in Bonn-Bad Godesberg von mehreren Tätern brutal niedergeschlagen worden. Ein Notarzt reanimierte den Schüler am Tatort. Anschließend wurde er in eine Klinik gebracht, in der er in der Nacht zum Freitag seinen lebensgefährlichen Verletzungen erlag.

Niklas wird am Samstag beerdigt. Zum Trauergottesdienst seien alle eingeladen, die ihre Anteilnahme am Tod des Jugendlichen ausdrücken wollten, erklärte die katholische Kirchengemeinde St. Marien. Bis dahin bleibe auch das Kondolenzbuch geöffnet. Die Trauerfeier in der Marienkirche soll um elf Uhr beginnen. Anschließend werde Niklas auf dem nahen Burgfriedhof bestattet.

Nach dem Überfall organisierte die rechte Szene am Samstag einen Protestmarsch mit 50 Teilnehmern in Bad Godesberg. Anlass waren Spekulationen über einen möglichen Migrationshintergrund der Schläger. An einer von mehreren Parteien, Kirchen und Gewerkschaften unterstützten Demonstration gegen den rechten Aufmarsch beteiligten sich laut Polizei etwa 400 Menschen.

jen / AFP / DPA