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Böhnhardt-DNA: Medienbericht: Mögliche Polizeipanne im Fall Peggy

Im Fall Peggy wurde am Fundort der Leiche des Mädchens eine DNA-Spur des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt entdeckt. Laut eines Berichts des "Spiegel" könnte die Spur Folge einer Ermittlerpanne sein.

Fall Peggy Polizeipanne

Im Fall der 2001 verschwundenen Peggy Knobloch gibt es möglicherweise neue Hinweise

Wie kam die DNA des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt auf ein Stück Stoff, das neben der Leiche der 2001 verschwundenen Peggy Knobloch gefunden wurde? Nach einem Bericht des "Spiegel" haben Beamte des Bundeskriminalamtes die Tatortfotos vom Auffinden des toten Böhnhardt und von der Bergung der Skelett-Teile von Peggy nun verglichen - und auf den Fotos soll der gleiche markante Meterstab der Spurensicherung zu sehen sein.

"Nahezu unverwechselbar" sei das Messgerät, so heißt es in dem Bericht mit Berufung auf Ermittlerkreise, und von einer Beschaffenheit, die es "nur einmal" gibt. Es sei also vorstellbar, dass eine Körperzelle des toten Böhnhardt mit diesem Meterstab an den Fundort von Peggy übertragen wurde. Sowohl bei der Bergung der Leiche von Böhnhardt im Jahr 2011 als auch bei der Bergung von Peggy im Juli sei dieselbe Tatortgruppe der Polizei im Einsatz gewesen.

Fall Peggy: Neue Ermittlungsschritte notwendig

Jürgen Stadter, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken, das den Fall bearbeitet, sagte gegenüber dem "Spiegel", dass "seit heute neue Ermittlungsschritte notwendig" seien. Von Beginn an habe man darauf hingewiesen, dass geklärt werden müsse, wie die DNA übertragen wurde, so Stadter. Konkret habe er sich zu den neuen Erkenntnissen aber nicht äußern wollen.

tim