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Fall Tuğçe: Anwalt glaubt nicht, dass Angreifer betrunken war

Nach Einschätzung des Anwalts der Familie von Tuğçe war der 18-jährige Tatverdächtige nicht so betrunken, dass er nicht wusste, was er tat. Das belegten Aufnahmen einer Überwachungskamera.

Tausende nahmen an der Trauerfeier für die getötete Tuğçe teil

Tausende nahmen an der Trauerfeier für die getötete Tuğçe teil

Der Anwalt der Familie von Gewaltopfer Tuğçe hält es für ausgeschlossen, dass der Täter bei der Attacke auf die Studentin in einem "juristisch relevanten Maße betrunken" war. Er sehe keine eingeschränkte Steuerungsfähigkeit bei dem Angreifer, sagte Macit Karaahmetoglu am Montag. Auf Videobildern der Tat seien bei dem Täter auch keine Ausfallerscheinungen erkennbar.

In Medienberichten vom Wochenende war davon die Rede, dass der junge Mann alkoholisiert gewesen sein soll, als er zuschlug. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte die Berichte am Montag nicht kommentieren.

Der 18-Jährige soll Mitte November Tuğçe vor einem Schnellimbiss in Offenbach attackiert haben. Die Studentin stürzte und prallte mit dem Kopf auf den Boden. Ob der Schlag oder der Aufprall tödliche Folgen hatte, konnte noch nicht geklärt werden. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Tuğçe war nicht mehr aus dem Koma aufgewacht. Sie soll zuvor in dem Lokal zwei Mädchen geholfen haben, die unter anderem durch den späteren Schläger belästigt worden sein sollen.

Karaahmetoglu vertritt nach eigenen Angaben die Mutter des Opfers, ein Kollege aus der Kanzlei den Vater. Auch die beiden Brüder von Tuğçe sollen von der Kanzlei für eine Nebenklage vor Gericht vertreten werden.

fin/DPA / DPA
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