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Fall Vanessa Kampusch: Priklopil vertraute sich Freund an

Der Entführer von Natascha Kampusch hat sich nach Angaben eines Anwalts kurz vor seinem Tod einem Freund anvertraut. Der Entführer Wolfgang Priklopil habe seinem Freund Ernst H. seine Tat gestanden, sagte H.s Anwalt Manfred Ainedter am Montag der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Der Entführer von Natascha Kampusch hat sich nach Angaben eines Anwalts kurz vor seinem Tod einem Freund anvertraut. Der Entführer Wolfgang Priklopil habe seinem Freund Ernst H. seine Tat gestanden, sagte H.s Anwalt Manfred Ainedter am Montag der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Dies habe der Freund am Wochenende bei einem Verhör eingestanden. Zuvor habe er mehr als drei Jahre lang geschwiegen, weil er Angst gehabt habe, "mit hineingezogen zu werden". Dem Anwalt zufolge legte Priklopil wenige Stunden vor seinem Selbstmord gegenüber seinem Freund eine Art "Lebenbeichte" ab.

Ernst H. war bei neuen Ermittlungen zu dem Entführungsfall ins Visier der Ermittler geraten. Natascha Kampusch war als Zehnjährige auf dem Schulweg entführt worden. Nach achteinhalb Jahren Gefangenschaft konnte sie am 23. August 2006 aus einem Kellerversteck im Hause ihres Peinigers fliehen. Priklopil nahm sich daraufhin das Leben. Bisher gilt er offiziell als alleiniger Täter, es gibt aber immer wieder Gerüchte und Berichte über mögliche Mittäter.

AFP / AFP