HOME

Familiendrama in Saarlouis: Polizei erwartet Obduktionsergebnisse

Nach dem Blutbad in einem Einfamilienhaus in Saarlouis will die Polizei im Laufe des Tages die Obduktionsergebnisse bekanntgeben. Der 47-Jährige, der beschuldigt wird, seine Familie umgebracht zu haben, soll zudem dem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach dem tödlichen Familiendrama in Saarlouis will die Polizei an diesem Montag die Obduktionsergebnisse bekanntgeben. Der 47 Jahre alte Verdächtige, der am Samstag in seinem Haus höchstwahrscheinlich seine 40 Jahre alte Frau, die 20-jährige Stieftochter und den sechsjährigen gemeinsamen Sohn mit einer Axt und einem Schlachtermesser umgebracht hat, soll ebenfalls heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei sei die Ehefrau im Erdgeschoss des Einfamilienhauses in Saarlouis-Roden mit der Axt, die beiden Kinder seien im Obergeschoss mit dem Messer getötet worden. Zwischen den Ehepartnern soll es seit längerem Streit gegeben haben, der Grund für die Tat sein könne.

Volltrunken neben der Leiche seiner Frau

Beim Eintreffen der Polizeibeamten hatte der Mann volltrunken und unverletzt auf einem Sofa neben seiner toten Frau gelegen. Ein weiterer gemeinsamer Sohn des Ehepaares im Alter von drei Jahren blieb unverletzt. Das Kind wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Ein viertes, 17 Jahre altes Kind lebt nach Angaben der Polizei im rheinland-pfälzischen Traben-Trarbach. Die beiden 17 und 20 Jahre alten Kinder stammten nach Angaben der Polizei aus einer ersten Ehe der Getöteten.

Eine Freundin der Familie hatte die Leichen am Abend entdeckt. Sie war mit der 40-Jährigen verabredet gewesen. Nachdem die Freundin am Samstagmorgen - wie vereinbart - am Einfamilienhaus erschien und ihr niemand öffnete, machte sie sich Sorgen und fuhr im Laufe des Tages noch mehrere Male zu dem Haus. Als sie bis zum Abend niemanden erreichen konnte und ihr auch niemand öffnete, gelangte sie mit einem Bekannten in das Haus. Hier entdeckten sie das Blutbad.

DPA / DPA