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Familiendrama: Mann ersticht Exfrau - Sohn sieht zu

Er konnte die Trennung nicht verkraften, deshalb musste seine Frau sterben. Ein 35-jähriger Mann hat in der Nähe von München seine Frau auf der Straße überfallen und angezündet. Der fünfjährige Sohn musste alles mit ansehen.

Nur Stunden nach der Scheidung hat ein 35-Jähriger in Garching bei München seine Ex-Frau vor den Augen des gemeinsamen Sohnes getötet. "Das Tatmotiv lag offenbar in der gekränkten Ehre wegen der Scheidung", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl wegen Mordes. Der 35-jährige Mann sei als gewalttätig polizeibekannt gewesen. Wegen Übergriffen auf seine Frau, die mit dem gemeinsamen Kind getrennt von ihm lebte, war bereits ein Kontaktverbot verhängt worden.

Sofort nach der Scheidung fuhr der Mann der Polizei zufolge nach Garching, um sich zu rächen, und traf seine Frau mit dem Jungen auf der Straße. Mit einem Messer stürzte er auf sie zu und stach mehrfach mit großer Wucht auf den Kopf und den Körper der Frau ein. Als die Frau blutüberströmt flüchtete, holte er einen Kanister aus seinem Auto, überschüttete sie mit Benzin, zündete sie an und beobachtete, wie seine Frau verbrannte. Der fünf Jahre alte Sohn blieb unverletzt. Der Mann habe die Tat gezielt geplant, hieß es.

Anwohner, die das Familiendrama beobachtet hatten, eilten der Frau zur Hilfe und versuchten, die Flammen mit Wasser zu löschen. Ein 45 Jahre alter Polizist der Münchner Reiterstaffel, der in der Nähe des Tatorts wohnt, stellte den Täter. Bewaffnet mit seiner Dienstpistole forderte er den 35-Jährigen zur Aufgabe auf. Dieser bedrohte den Polizisten zunächst mit dem Messer, ließ sich aber nach einer erneuten Aufforderung widerstandslos festnehmen. Der Mann, der im Stadtteil Oberföhring gemeldet ist, soll in Kürze dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

DPA / DPA