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Am berühmten Pier 39: FBI verhindert verheerenden Terroranschlag in San Francisco

Das FBI hat offenbar einen Terroranschlag in San Francisco vereitelt. Ein ehemaliger Marinesoldat soll eine Attacke mit Bomben und Sturmgewehren am berühmten Pier 39 geplant haben - geriet beim Kauf der Materialien aber an einen Agenten der Bundespolizei.

Verdeckte Ermittlung: FBI vereitelt Terroranschlag in San Francisco

Die US-Sicherheitsbehörde  hat in Kalifornien einen ehemaligen Marinesoldaten festgenommen, der für den ersten Weihnachtsfeiertag einen Terroranschlag in San Francisco geplant haben soll. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die US-Medien am Freitag online veröffentlichten. Das FBI wirft dem Verdächtigen den Versuch vor, eine ausländische Terrororganisation zu unterstützen.

Demnach soll der 26-Jährige Sympathien für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geäußert haben. Als Anschlagsziel habe er den beliebten Pier 39 mit zahlreichen Touristenattraktionen im Nordosten der Stadt gewählt. Er habe unter anderem Sprengkörper und einsetzen wollen.

Verdeckte Ermittlung: FBI vereitelt Terroranschlag in San Francisco


Terrorverdächtiger hielt FBI-Mann für IS-Kontakt

Berichten zufolge soll der Terrorverdächtige zuvor mit einem verdeckten Ermittler des FBI über den geplanten Anschlag gesprochen haben. Demnach habe er etwas Ähnliches geplant wie die Attacke in New York an Halloween, bei der ein Attentäter mit einem Lieferwagen in Fußgänger und Radfahrer gerast war, oder die Attacke in vor zwei Jahren. In San Bernardino waren im Dezember 2015 bei einer Veranstaltung der Gesundheitsbehörde 14 Menschen getötet worden.

Angeblich habe er den Agenten, den er für einen IS-Kontakt hielt, um Materialien für eine Rohrbombe gebeten. Er habe auch einen Plan dargelegt, wie er die Passanten an einen Ort leiten könne, um auf sie zu schießen. Demnach sei der 26-Jährige bereit gewesen, selbst bei der Attacke umzukommen.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung am Mittwoch hatten FBI-Mitarbeiter Waffen, Munition und Feuerwerkskörper beschlagnahmt sowie das Testament des Terrorverdächtigen und einen Brief, der offenbar den Ermittlern nach einer Tat in die Hände fallen sollte.

In dem Brief bezieht sich der 26-Jährige laut Berichten auf die jüngste Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen. "Ihr seid selbst daran schuld", soll es darin heißen.


bak / DPA
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