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"Freispruch" in Ferguson: Browns Mutter schreit und weint nach Jury-Entscheidung

Die Familie von Michael Brown erlebt das Urteil in einem Hotelzimmer. Lesley McSpadden, Browns Mutter, ist tief enttäuscht über das Urteil der Jury. Doch die Gewalt in Ferguson verurteilt sie.

Michael Browns Mutter kann das Urteil nicht verstehen - verurteilt aber deutlich gegen gewalttätige Proteste aus

Michael Browns Mutter kann das Urteil nicht verstehen - verurteilt aber deutlich gegen gewalttätige Proteste aus

Als das Urteil ausgesprochen wird, sitzt Michael Browns Mutter in einem Hotelzimmer in St. Louis. Sie ist nicht allein, ihr Mann, ihre Familie, ihr Anwalt sind bei ihr. Doch im Raum sagt keiner ein Wort. Alle warten auf das Urteil.

Dann, plötzlich, klingelt das Telefon. Anwalt Benjamin Crump nimmt ab, nickt und verkündet das Urteil: "Darren Wilson wird nicht angeklagt."

Browns Mutter Lesley McSpadden schreit und bricht in Tränen aus. Auf ihrer Brust heftet ein Sticker mit der Aufschrift: "Anklagen! Jetzt!". Monatelang hat sie Pressekonferenzen gegeben und den Fall ihres Sohnes geschildert. Doch jetzt, in diesem Moment der Enttäuschung will sie nur noch flüchten, so "USA Today". Sie steht auf und rennt aus dem Raum, ihr Mann folgt.

Später verkündet Anwalt Crump die offizielle Mitteilung der Familie: "Wir sind zutiefst enttäuscht, dass sich der Killer unseres Kindes nicht den Konsequenzen seiner Taten stellen wird", sagt er. Doch der Familie ist auch eine Tatsache ganz wichtig. Sie fordert, dass die Demonstranten friedlich bleiben. Protest ja, Gewalt nein. "Auf Gewalt mit Gewalt zu antworten, ist keine angemessene Reaktion."

Der Polizist Darren Wilson hatte Brown am 9. August nach einer Auseinandersetzung erschossen, nach seinem "Freispruch" gab es Krawalle und Ausschreitungen in Ferguson.

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