VG-Wort Pixel

Festnahme in Florida Jugendlicher posiert mit Waffen und schreibt: "Hey Siri, Wegbeschreibung zur nächsten Schule"

Der 18-Jährige nach seiner Festnahme durch die Polizei von Hillsborough County im US-Bundesstaat Florida
Der 18-Jährige nach seiner Festnahme durch die Polizei von Hillsborough County im US-Bundesstaat Florida
© Hillsborough County Sheriff’s Office
Wenige Tage nach dem Massaker an einer Schule in der texanischen Kleinstadt Uvalde hat die Polizei in Florida einen Jugendlichen wegen der Androhung einer Massenerschießung festgenommen.

Ein Jugendlicher im US-Bundesstaat Florida ist wegen der Androhung eines Massakers an einer Schule festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei hatte der 18-Jährige zuvor in den sozialen Medien ein Foto gepostet, das ihn mit einer Handfeuerwaffe, einem Gewehr und einer "taktischen" Weste zeigt. Die Bildunterschrift lautete demnach: "Hey Siri, Wegbeschreibung zur nächsten Schule!". Nur wenige Tage zuvor hatte ein ebenfalls 18-Jähriger an der Robb Elementary School in Uvalde, Texas, 19 Kinder und zwei Lehrerinnen erschossen.

Beamte hätten den jungen Mann am Sonntag in seinem Zuhause in Lutz, einem Vorort der Stadt Tampa in Gewahrsam genommen, nachdem sie einen Hinweis auf den Social-Media-Beitrag erhalten hatten, teilte das Hillsborough County Sheriff's Office in einer Erklärung mit. Bei den Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass es sich bei der Handfeuerwaffe und dem Gewehr um Softair-Waffen gehandelt habe, die echten Feuerwaffen ähneln, aber nicht tödliche Plastikmunition verschießen.

Der Sheriff von Hillsborough County, Chad Chronister, bezeichnete das Posting dennoch als "inakzeptabel". "Dieser Mann hat unserer Gemeinde absichtlich Angst eingeflößt, um sich einen kranken Scherz zu erlauben, aber seien Sie gewarnt, das ist nicht zum Lachen", erklärte Chronister. "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um diejenigen festzunehmen und anzuklagen, die Drohungen gegen Schulen aussprechen. Der Schutz der Schüler ist unsere oberste Priorität. Wir nehmen Schulbedrohungen sehr ernst, wenn Sie etwas Verdächtiges sehen, kontaktieren Sie uns bitte sofort!"

Der Jugendliche muss sich nun wegen der schriftlichen oder elektronischen Androhung einer Massenerschießung oder eines terroristischen Aktes vor Gericht verantworten. Nach Angaben der "Washington Post" drohen ihm dafür bis zu 15 Jahre Gefängnis. Der Beschuldigte wurde laut Polizei auf Kaution freigelassen, aber zur psychologischen Untersuchung in eine entsprechende Einrichtung gebracht.

Quellen: Hillsborough County Sheriff's Office, "WashingtonPost", NBC

mad

Mehr zum Thema



Newsticker