HOME

Polizei-Ermittlungen: Den angeblichen Sexmob in Frankfurt gab es offenbar gar nicht

Am vergangenen Silvester soll es diesmal in Frankfurt zu sexuellen Übergriffen durch Flüchtlinge gekommen sein - das haben zumindest Zeugen in einem Zeitungsartikel behauptet. Die Polizei kommt zu einem anderen Schluss.

Hier hat es Silvester wohl doch keinen Sexmob gegeben: die "Freßgass" in Frankfurt

Hier hat es Silvester wohl doch keinen Sexmob gegeben: die "Freßgass" in Frankfurt

Rund 50 arabische und nordafrikanische Männer ziehen Silvester durch Frankfurt, belästigen Frauen und schlagen und bestehlen Gäste in mehreren Lokalen. Das behaupteten zumindest mehrere Zeugen in der "Bild"-Zeitung Frankfurt. "Sie fassten mir unter den Rock, zwischen die Beine", sagte Irina A. zu dem Vorfall, der sich in der "Freßgass" genannten Kalbächer Gasse abgespielt haben soll. Auch andere Opfer kommen in der Zeitung zu Wort. Ein Sexmob zu Silvester - nur eben in Frankfurt statt in Köln.

Doch der Artikel ist nicht nur von "bild.de" verschwunden, sondern die Zeitung entschuldigt sich nun "in eigener Sache". Denn die Polizei Frankfurt hat erhebliche Zweifel, dass es den Sexmob überhaupt gegeben hat. "Die Überprüfungen sämtlicher Notrufe und Einsatzprotokolle der Nacht ergaben keine Hinweise auf die im Raum stehenden Straftaten und den angeblichen Mob in der Silvesternacht in der Freßgass. Bis heute wurden bei der Polizei keine weiteren Straftaten aus dem Bereich der Freßgass angezeigt", heißt es in einer Pressemitteilung.

Polizei bezweifelt die Zeugenaussagen zum Sexmob

"Die Vernehmungen der genannten Zeugen, Gäste und Mitarbeiter, ergaben erhebliche Zweifel an den dargestellten Schilderungen, so war eine von den Handlungen angeblich betroffene Person zum Tatzeitpunkt nach dem derzeitigen Ermittlungsstand gar nicht in der Stadt." Laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau (FR) handelt es sich dabei um Irina A. Ein Eintrag in einem sozialen Netzwerk lege nahe, dass sie den Jahreswechsel nicht in Deutschland verbracht habe. Das Posting sei inzwischen nicht mehr online, so die FR.

Nun könnte viel Ärger auf die vermeintlichen Zeugen und Opfer des mutmaßlichen Sex-Mobs zukommen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt nämlich wegen des Vortäuschens einer Straftat.

In Zahlen: Die traurige Realität von sexueller Gewalt in Deutschland


tkr