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Frankfurt Stadtplanverleger Falk zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

Sehen Sie im Video: Stadtplanverleger Falk zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt – Verteidigung geht in Revision. Der Hamburger Geschäftsmann Alexander Falk ist am Donnerstag vor dem Landgericht Frankfurt am Main wegen "Anstiftung zur gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines Frankfurter Rechtsanwalts" zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der heute 50-jährige Erbe des Stadtplanverlages einen Mittelsmann damit beauftragt hatte, einen Frankfurter Rechtsanwalt erheblich zu verletzen. Am 8. Februar 2010 schossen unbekannte Täter dem Opfer vor seinem Wohnhaus in Frankfurt am Main in den linken Oberschenkel. Als Motiv wertete das Frankfurter Gericht Rache wegen eines Schadensersatzprozesses gegen Falk, den das spätere Opfer gegen den Unternehmer betrieb. Falks Rechtsanwalt Björn Gercke: "Das Gericht stützt die Verurteilung ausschließlich auf Indizien. Alle zentralen Beweismittel sind so, wie wir es am ersten Tag gesagt haben, weggebrochen, insbesondere die Aussage des Belastungszeugen und seines Onkels. Wir werden natürlich diese Entscheidung dem Bundesgerichtshof zur Revision, zur Überprüfung vorlegen." Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Freiheitsstrafe gefordert. Der bestehende Haftbefehl gegen Falk wurde am Donnerstag vom Gericht aufgehoben. Solange bis der Bundesgerichtshof rechtskräftig über dieses Verfahren entschieden habe, kann Falk laut Gercke bei seiner Familie sein.
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Der Erbe des Verlags darf nach seiner Untersuchungshaft aber erst mal zu seiner Familie. Erst wenn der Bundesgerichtshof über das Verfahren entschieden hat, tritt die Freiheitsstrafe in Kraft.

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