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Frankfurt: Das gefährlichste Pflaster Deutschlands

Ein Titel, über den sich niemand freut: Frankfurt ist zum wiederholten Mal zur deutschen Hauptstadt des Verbrechens gekürt worden. In der Bankenmetropole lebt man noch gefährlicher als in Berlin oder dem zweitplatzierten Hannover.

Frankfurt bleibt das gefährlichste Pflaster Deutschlands. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" vorab aus einer Studie des Bundeskriminalamtes (BKA) berichtet, ist die Bankenmetropole damit zum 22. Mal in den vergangenen 25 Jahren die Hauptstadt der Kriminalität unter Deutschlands Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern: Hier wurden im vergangenen Jahr mit 15 977 Delikten pro 100 000 Einwohner so viel gezählt wie in keiner anderen deutschen Stadt.

Ebenfalls gefährlich waren im vergangenen Jahr die Städte Hannover (14 653) und Berlin (13 798). Auf den Plätzen vier und fünf liegen Düsseldorf und Köln, das sich im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze verschlechterte.

Am sichersten lebt es sich nach den Angaben in Fürth (Bayern) und Reutlingen (Baden-Württemberg), München bleibt - mit 7684 Delikten pro 100 000 Einwohnern - die Millionenstadt, auf deren Straßen sich die Bürger am Sichersten fühlen können.

Das Magazin beruft sich auf noch nicht veröffentlichte Zahlen des BKA aus der Kriminalstatistik 2010. Darin werden Daten zu Verbrechen in 80 Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern präsentiert. Das BKA dementierte den Bericht auf Nachfrage nicht, machte aber auch keine nähere Angaben. Die Kriminalstatistik solle erst Ende Oktober oder Anfang November veröffentlicht werden.

vim/DPA / DPA