HOME

Frankreich: Elternpaar lässt Kinder völlig isoliert aufwachsen

Fassungslosigkeit in einem Ort nahe Paris. Ein Elternpaar hat seine vier Kinder ohne jeglichen Kontakt nach außen aufwachsen lassen. Die Familie lebt in einen Appartment in einem riesigen Wohnkomplex.

In der Anonymität eines Wohnkomplexes sind Kinder völlig isoliert aufgewachsen.

In der Anonymität eines Wohnkomplexes sind Kinder völlig isoliert aufgewachsen.

Ohne Kontakt zur Außenwelt hat ein Paar in Frankreich seine vier Kinder aufwachsen lassen. Regionalmedien berichteten am Freitag von schockierten Nachbarn aus einem Komplex mit rund 300 Wohnungen in La Courneuve nördlich von Paris. Die Familie war dort am Vortag in ihrer verwahrlosten Wohnung in dem sozialen Brennpunkt entdeckt worden.

Die Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren sollen nach ersten Erkenntnissen ohne medizinische Versorgung aufgewachsen sein. Die beiden älteren Kinder wiesen Entwicklungsstörungen auf und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Zustand der beiden Jüngeren wurde als normal beschrieben. Hinweise auf Gewalt oder Missbrauch gab es nicht.

Eltern ohne Reue

Die Eltern wurden wegen Vernachlässigung ihrer Pflichten festgenommen. Der 33 Jahre alte Vater und die Mutter im Alter von 27 Jahren zeigten sich wenig schuldbewusst. Der Mann meinte, er lehne es ab, seine Kinder zu einem Arzt zu schicken. Das älteste Kind hätte er in die Schule geschickt, wenn es laufen gelernt hätte, wird der Mann zitiert.

In der verschmutzten und unordentlichen Wohnung, in der die Familie seit sechs Jahren lebt, sollen Hinweise auf Kinder gefehlt haben: kein Spielzeug, keine entsprechenden Möbel. Statt Betten seien in dem Appartement nur einzelne Matratzen gefunden worden.

dho/AFP / AFP
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?