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DNA-Test belegt Vaterschaft : Frau im Koma vergewaltigt - Kind verrät, wer der mutmaßliche Täter ist

In den USA ist ein Pfleger festgenommen worden, weil er eine Koma-Patientin offenbar vergewaltigt hat. Die Frau hatte Ende Dezember ein Kind zur Welt gebracht. Ein DNA-Test hat die Vaterschaft des Verdächtigen erwiesen. 

Nach Jahren im Koma hat eine Frau in den USA ein Kind zur Welt gebracht (Symbolbild)

Nach Jahren im Koma hat eine Frau in den USA ein Kind zur Welt gebracht (Symbolbild)

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Wie kann eine Frau, die im Langzeitkoma liegt, schwanger werden? Diese Frage stellte sich der Polizei im US-Bundesstaat Arizona, nachdem eine Patientin des Hacienda-HealthCare-Pflegeheims in Phoenix Ende Dezember ein Kind zur Welt gebracht hatte. Die einzige schlüssige Antwort lautete Vergewaltigung. Denn die Frau liegt bereits seit mindestens zehn Jahren im Wachkoma und kann einem sexuellen Akt dementsprechend unmöglich zugestimmt haben.

Um dem Täter auf die Spur zu kommen, sammelte die Polizei also von allen männlichen Mitarbeitern der Pflegeeinrichtung DNA-Proben ein. Derjenige, der der Vater des Babys ist, muss sich an der Frau vergangen haben. Und tatsächlich führte die Taktik zum Erfolg. Der DNA-Test habe die Vaterschaft eines Pflegers der Einrichtung belegt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Dem 36-jährigen Nathan S. werden nun Vergewaltigung sowie der Missbrauch einer wehrlosen Erwachsenen angelastet. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Nathan S. war seit 2011 in dem Pflegeheim beschäftigt und war direkt für die Pflege des Opfers zuständig. Die Polizei ermittelt nun auch, ob er sich möglicherweise auch an anderen Patientinnen vergangen haben könnte. Die Ermittler stellen es jedoch den Familien frei, zu entscheiden, ob ihre Angehörigen auf Anzeichen von sexuellen Übergriffen getestet werden sollen. 

Schwangerschaft angeblich erst bei Geburt gemerkt

Außerdem bleibt zu ermitteln, ob andere Angestellte der Pflegeeinrichtung von dem Übergriff wussten. Merkwürdig erscheint vor allem der Umstand, dass die Schwangerschaft der Patientin angeblich erst bemerkt wurde, nachdem die Wehen eingesetzt haben. 

In der Einrichtung werden vor allem Patienten mit schweren Hirnverletzungen betreut, die sich nicht oder nur sehr eingeschränkt eigenständig äußern können. "Das Vertrauen ist jetzt erschüttert", sagte Karina Cesena dem Sender KPHO, deren 22 Jahre alte Tochter in der Einrichtung betreut wird. "Ich weiß nicht, ob sie auch ein Opfer ist, aber ich werde sie fragen. Sie kann mit ja oder nein antworten."

Die BBC berichtet unter Berufung auf interne Quellen, dass ab jetzt in dem Pflegeheim männliche Mitarbeiter Patientinnen nur in Begleitung einer Frau betreuen dürfen. Der Leiter des Pflegeheims ist bereits kurz nach dem Bekanntwerden des Falls zurückgetreten. 

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ivi