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Kind als Beweis für Verbrechen : Frau im Koma vergewaltigt - Polizei sucht per DNA-Test nach Täter

Nachdem in einer Pflegeeinrichtung in den USA eine Koma-Patientin ein Baby zu Welt gebracht hat, sucht die Polizei nun nach dem Vater. Denn der muss die Frau vergewaltigt haben. 

Nach Jahren im Koma hat eine Frau in den USA ein Kind zur Welt gebracht (Symbolbild)

Nach Jahren im Koma hat eine Frau in den USA ein Kind zur Welt gebracht (Symbolbild)

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In dem US-Pflegeheim Hacienda HealthCare in Phoenix hat Ende Dezember eine Patientin ein Kind zur Welt gebracht.  Ein Verbrechen ist die einzige schlüssige Erklärung für die Geburt. Denn die Frau liegt bereits seit mindestens zehn Jahren im Wachkoma und kann einem sexuellen Akt dementsprechend unmöglich zugestimmt haben. Das sieht auch die Polizei so und ermittelt wegen Vergewaltigung. 

Um dem Täter auf die Spur zu kommen, sollen nun alle männlichen Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung einem Vaterschaftstest unterzogen werden, berichtet unter anderem die BBC. Derjenige, der der Vater des Babys ist, muss sich an der Frau vergangenen haben, so die Logik dahinter. Wie der Polizeisprecher von Phoenix während einer Pressekonferenz am Mittwoch mitteilte, sei es bislang jedoch nicht klar, ob jemand die Abgabe einer DNA Probe verweigert habe, berichten US-Medien. 

Schwangerschaft erst bei Geburt gemerkt

Laut der "Washington Post" soll die Patientin zehn Jahre lang im Koma liegen, andere Medien berichteten von 14 Jahren. Sie sei bei einem Unfall fast ertrunken und habe danach nicht mehr das Bewusstsein erlangt.

Bei Hacienda HealthCare werden vor allem Patienten mit schweren Hirnverletzungen betreut, die sich nicht oder nur sehr eingeschränkt eigenständig äußern können. Unklar bleibt, warum die Schwangerschaft in der Einrichtung nicht bemerkt worden war. Erst als die Geburtswehen einsetzten, habe man davon erfahren, teilte das Pflegeheim mit. Ein Mitglied des Pflegepersonals habe dann am 29. Dezember Geburtshilfe geleistet, die Frau habe einen Jungen zur Welt gebracht. Zurzeit erholen sich Mutter und Kind in einem örtlichen Krankenhaus.

Angehörige wollen das Kind aufziehen 

Der Indianerstamm der San Carlos Apache erklärte unterdessen, die Frau sei eine ihrer Angehörigen. "Ich bin zutiefst geschockt und entsetzt über die Behandlung eines unserer Mitglieder", sagte Terry Rambler, Vorsitzender des Stammes, laut der BBC

Auch der Anwalt der Familie der Patientin meldete sich zu Wort. "Die Familie ist empört, traumatisiert und schockiert über den Missbrauch und die Vernachlässigung ihrer Tochter bei Hacienda HealthCare", erklärte er. Die Angehörigen der Frau erklärten, dass sie bereit sind, das Kind aufzuziehen.

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ivi
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