VG-Wort Pixel

Ermordete Studentin in Freiburg Kameraaufnahmen sollen auf die Spur eines Verdächtigen geführt haben

Blumen und Kerzen stehen in Freiburg vor einem Baum an der Dreisam. Dort wurde die getötete Studentin Maria L. aufgefunden.
Blumen und Kerzen stehen in Freiburg vor einem Baum an der Dreisam. Dort wurde die getötete Studentin Maria L. aufgefunden. 
© Patrick Seeger/DPA
In der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober ist eine Studentin aus Freiburg Opfer eines grausamen Verbrechens geworden. Die 19-jährige Maria L. wurde vergewaltigt und ermordet. Nun wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Im Fall der ermordeten Medizinstudentin Maria L. hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Das berichten die "Bild"-Zeitung und die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Ermittlerkreise. Für Samstagnachmittag hat die Kriminalpolizei eine Pressekonferenz angekündigt, auf der Einzelheiten bekannt gegeben werden sollen. Wie es aus Ermittlerkreisen heißt, sei es "eine richtig heiße Spur".

Aufzeichnungen von Überwachungskameras sollen die Polizei auf die Spur des Verdächtigen gebracht haben. Kurz vor dem vermuteten Todeszeitpunkt wurde ein junger Mann in der Straßenbahn gefilmt, dessen markante Frisur und Haarfarbe, die dem am Tatort gefundenen Haar sehr ähnlich sei, so die Polizei.

Wie die Ermittler rekonstruiert haben, befand sich Maria L. in der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober auf dem Heimweg von einer Studentenparty. Auf dem Radweg an der Dreisam wurde sie dabei überfallen. Am frühen Morgen entdeckte eine Joggerin ihre Leiche im Fluss. 

Den bisherigen Ermittlern zufolge wurde die 19-Jährige Opfer eines Sexualverbrechens. Todesursache war Ertrinken. Ob sie ertränkt wurde oder nach dem Übergriff bewusstlos ins Wasser fiel, ist unklar.

Die Polizei konnte am Körper der Toten männliche DNA sichern. Außerdem wurde nahe des Tatorts ein Fahrrad gefunden, auf dem dieselbe DNA identifiziert wurde.

Spürhund führt zur Universität

Mitte November hatte die Polizei bekannt gegeben, ein Spürhund habe eine Fährte bis in einen Hörsaal der Universität in Freiburg verfolgen können. Der Hund war auf Geruchsspuren vom Tatort angesetzt worden.

Zum Zeitpunkt, als der Hund die Polizei zum Hörsaal führte, saßen weit mehr als hundert Studenten in einer Vorlesung. Die Polizei nahm von allen als Zeugen die Personalien auf. Fast alle etwa hundert männlichen Studenten erklärten sich zudem zu einem freiwilligen DNA-Test bereit.

Zweiter Mordfall in der Nähe von Freiburg

Nur drei Wochen nach dem Mord an Maria L. wurde in Endingen bei Freiburg die Joggerin Caroline G. vergewaltigt und ermordet. Die 27-Jährige war am 10. November in einem Waldstück zwischen Endingen und Bahlingen tot aufgefunden worden. Auch in diesem Fall gehen die Ermittler von einem Sexualdelikt aus.

Offen ist, ob die beiden Mordfälle zusammenhängen. Die Polizei hat nach eigener Aussage keine Hinweise darauf, kann es aber nicht ausschließen.

ivi

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker