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Übergriff in Freiburg: Männergruppe soll zwei Frauen sexuell belästigt haben

In Freiburg sollen zwei junge Frauen Opfer einer sexuellen Belästigung durch eine Männergruppe geworden sein. Bei der Anzahl der mutmaßlichen Täter gibt es widersprüchliche Angaben, drei Verdächtige wurden festgenommen. 

Ein Graffiti an einer Wand des Stühlinger Kirchplatzes in Freiburg

Der Stühlinger Kirchplatz in Freiburg, wo am Montag zwei Frauen sexuell belästigt worden sein sollen (Symbolbild)

In Freiburg sind zwei junge Frauen möglicherweise aus einer größeren Männergruppe heraus sexuell belästigt worden. Wie das dortige Polizeipräsidium mitteilte, ereignete sich der Übergriff bereits am Montagabend auf dem nahe des Freiburger Hauptbahnhofs gelegenen Stühlinger Kirchplatz. Drei Haupttatverdächtige, allesamt Asylbewerber, konnten den Angaben zufolge noch am selben Abend festgenommen werden.

Die Männer sollen die Frauen "umringt und unsittlich am Bauch, an der Brust sowie im Genitalbereich berührt" haben, zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe die Bundespolizei. Auch hätten einige der Tatverdächtigen, von den mutmaßlichen Opfern als Schwarzafrikaner beschrieben, versucht, die Frauen zu küssen. Während die Größe der Gruppe im Bericht der Polizei Freiburg nicht näher beschrieben wird, ist in den Funke-Berichten, die sich auf Angaben der Bundespolizei berufen, von 17 an der Tat beteiligten Männern die Rede.

Dieser Darstellung des Bundespolizeipräsidiums Potsdam trat die Freiburger Polizei im Laufe des Freitags öffentlich entgegen. Für Angaben, wonach es rund 17 Tatverdächtige gebe, bestünden "keine tatsächlichen Anhaltspunkte", teilten die Freiburger Beamten mit. 

Zwar habe sich möglicherweise vor der Tat eine Gruppe in der Nähe aufgehalten. Dass sich diese aber auch an den Übergriffen beteiligte, könne man nicht bestätigen. Das Bundespolizeipräsidium in Potsdam, das sich bei seinen Angaben auf die Aussage eines Opfers berief, wollte Fragen zur Anzahl der Tatverdächtigen später nicht mehr beantworten. 

Verdächtige sind der Freiburger Polizei bekannt

Die beiden Frauen waren laut Freiburger Polizei in eine nahegelegene Dienststelle der Bundespolizei geflüchtet, nachdem sich ein vorbeikommender Radfahrer in die Situation eingemischt hatte. Bei der umgehend eingeleiteten Fahndung hätten dann drei Haupttatverdächtige festgenommen werden können, schreiben die Beamten. Demnach handelt sich bei den Festgenommenen um drei Männer aus Gambia im Alter von 18, 19 und 20 Jahren, die bereits polizeilich bekannt seien. Laut "Badischer Zeitung" sollen sie wegen Eigentumsdelikten aktenkundig sein. Sie sollen zwischen November 2015 und Februar 2016 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sein. Die Männer seien von den Geschädigten "eindeutig als tatbeteiligte Personen identifiziert" worden, heißt es in den Funke-Berichten. Gegen sie werde weiterhin ermittelt, inzwischen seien sie aber wieder auf freiem Fuß.

Der Radfahrer, der den Frauen helfen wollte, soll im Zuge seines Eingreifens laut Bundespolizei "aus der Personengruppe heraus körperlich angegriffen" worden sein. Da sich der Mann bislang nicht bei der gemeldet hat, wird er gebeten, sich mit der ermittelnden Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen. Auch hoffen die Beamten auf weitere Zeugen, die möglicherweise weitere Angaben zu der Tat machen können.

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mod