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Freiburg: Polizei setzt nach Kindermord Belohnung aus

Mit Hochdruck fahndet eine Soko aus mehr als 50 Beamten in Freiburg nach dem Mörder eines Achtjährigen. Noch gibt es keine konkrete Spur. Deshalb hat die Polizei jetzt eine Belohnung ausgesetzt.

Kuscheltiere, Grablichter, ein Fußball und Blumen liegen in Freiburg am Fundort des getöten achtjährigen Jungen.

Kuscheltiere, Grablichter, ein Fußball und Blumen liegen in Freiburg am Fundort des getöten achtjährigen Jungen.

Bei der Suche nach dem Mörder des achtjährigen Armani aus Freiburg hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 6000 Euro ausgesetzt. Diese sei ausschließlich für Privatpersonen gedacht, deren Hinweise zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters führen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Von dritter Seite sei zudem eine Belohnung in Höhe von 4000 Euro ausgesetzt worden, hieß es weiter - ohne konkretere Angaben zum Geldgeber.

Die Polizei verbreitete außerdem einen Flyer, mit dem sie über die Belohnung informiert. Darauf stehen unter anderem die Fragen, wer den Jungen am Tag seines Verschwindens vor mehr als einer Woche gesehen habe und wer etwas über den Verbleib seines Balles sagen könne.

Aufruf zur Selbstjustiz im Internet

In den vergangenen Tagen kursierte ein angebliches Phantombild vom Täter mit einem Aufruf zur Selbstjustiz. Als Quelle wurde die Polizei genannt, was aber eine Fälschung war, wie die Polizei berichtete. Es handele sich um das Werk von Unbekannten. Die Polizei rief dazu auf, solche Bilder nicht weiterzuleiten. Sie erschwerten die Arbeit der Ermittler und gefährdeten Unbeteiligte.

Ein Spaziergänger hatte die Leiche des Kindes am Montag vergangener Woche in Freiburg gefunden. Der Junge ist nach Angaben der Polizei von einem Unbekannten ermordet worden. Er war zuletzt am Abend zuvor lebend gesehen worden. Eine konkrete Spur zum Täter hat die Polizei nach eigenen Angaben nicht. Auch das Motiv ist unklar. Die Polizei gründete die "Soko Bach" und bittet im Netz um Hinweise. Bislang fehlt den Ermittlern trotz Hunderter Hinweise eine Spur zu dem Täter. Auch das Motiv ist unklar.

tis/DPA / DPA