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Friedhelm Adolfs: So kämpft der rauchende Rentner um sein Recht

Und schnell noch eine Zigarette. Der 75-jährige Friedhelm Adolfs ist ein berühmter Raucher geworden. Und auch vor Gericht läuft es im Streit um seine Düsseldorfer Wohnung jetzt besser für ihn.

Der Düsseldorfer Raucher Friedhelm Adolfs hofft, dass er trotz Zigarettenqualm in seiner Wohnung bleiben kann

Der Düsseldorfer Raucher Friedhelm Adolfs hofft, dass er trotz Zigarettenqualm in seiner Wohnung bleiben kann

Friedhelm Adolfs wirkt schmächtig in seiner großen beigen Daunenjacke. Und inmitten der Kameraleute kann man den 75 Jahre alten Rentner kaum sehen. Wie viele Zigaretten er heute schon angesteckt hat? Die Frage hört er immer wieder. "Zwei hab ich schon geraucht", antwortet er am Morgen vor dem Düsseldorfer Landgericht mit rheinischem Zungenschlag.

Innerhalb weniger Monate ist der frühere Hausmeister zu einem der berühmtesten Raucher in Deutschland geworden. Seit einem halben Jahrhundert raucht er, seit 40 Jahren lebt er in derselben Wohnung. Aber dann kam die Kündigung wegen Qualmgestanks im Treppenhaus. Das nahm Adolfs nicht hin. Zuerst erstritt er Prozesskostenhilfe für das erste Gerichtsverfahren. Dann ließ er sich auch durch das Urteil des Amtsgerichts nicht entmutigen, das die Kündigung bestätigte.

Und nun kann er hoffen, dass er weiter in seiner bescheidenen Parterre-Wohnung für 250 Euro Nettomiete leben darf. Das Landgericht fällte zwar noch kein Urteil, aber seine Einschätzung wurde am Donnerstag deutlich: Mehr als ein Jahr verging zwischen Abmahnung und Kündigung, deshalb dürfte der Rauswurf aus formalen Gründen unwirksam sein.

Der Richter fackelte nicht lange

Die mündliche Verhandlung dauerte nicht mal eine halbe Stunde. Keine komplizierte Abwägung zwischen Rauchen und Nichtrauchen. "Das war's", sagt der Vorsitzende Richter Ralf Wernscheid zum Schluss. Das Urteil kommt im März.

Nach der Verhandlung strahlt Rentner Adolfs. "Ich hab an die Gerechtigkeit geglaubt", sagt er. Er war beim Friseur. Statt des offenen karierten Hemds wie beim Amtsgericht trägt nun eine gestreifte Krawatte zum grauen Anzug. An seiner Daunenjacke steckt ein Sticker mit der Aufschrift "Wir sind Helmut", eine Hommage an den energischen Dauerraucher, Ex-Kanzler Helmut Schmidt.

Ein ganzer Tross von Rauchern folgt ihrer Galionsfigur durch das Gericht. "Alles Kumpels und Freunde", meint der Berufungskläger. Er war auch auf Protesten in Aachen, Köln und Düsseldorf gegen die Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Nordrhein-Westfalen. Da wird demonstrativ gequalmt. Was macht Adolfs, wenn er aus dem Gericht kommt? "Eine rauchen - das wollten Sie doch hören?"

Anwalt Martin Lauppe-Assmann meint, es bestehe die Gefahr, dass nach einem Erfolg im Berufungsverfahren eine neue Kündigung ins Haus steht. Und er erteilt seinem Mandanten ausdrücklich einen anwaltlichen Rat: "Friedhelm, mach die Fenster auf!"

anb/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.