Fritzl-Prozess Polizei will Flugverbot über Gericht


Die österreichische Polizei will auf alles vorbereitet sein, wenn am 16. März in St. Pölten der Prozess gegen Josef Fritzl beginnt. Über dem Gerichtsgebäude soll während des Verfahrens ein Flugverbot verhängt werden - aus Angst vor einer möglichen Gefangenenbefreiung.

Während des Prozesses gegen den Inzest-Täter von Amstetten, Josef Fritzl, soll über dem Gerichtsgebäude von St. Pölten ein Flugverbot erlassen werden. Damit sollten ein Fluchtversuch des 73-jährigen Angeklagten und mögliche Störungen des einwöchigen Prozesses vom 16. bis 20. März verhindert werden, sagte der Polizeidirektor der Stadt, Johann Schadwasser, am Mittwoch der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Die Polizeidirektion habe einen Flugverbotsantrag gestellt, da nicht auszuschließen sei, dass etwa versucht werden könnte, mit Helikoptern Gefangene zu befreien. Darüber hinaus solle der Prozessverlauf nicht durch "knatternde Hubschrauber" gestört werden.

Für den Prozess im Gerichtsgebäude von St. Pölten haben sich etwa 100 Medienvertreter aus aller Welt angemeldet. Fritzl wird beschuldigt, seine Tochter im Alter von 18 Jahren in ein Kellerverlies gesperrt, sie dort 24 Jahre lang wie eine Sklavin gehalten und immer wieder vergewaltigt zu haben. Sie gebar in der Gefangenschaft sieben Kinder von denen sechs überlebten. Fritzl, der weitgehend geständig ist, droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.

DPA DPA

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