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Gefangen im Iran: "Mein Mann wird politisch ausgenutzt"

Seit einem Jahr sitzt Donald Klein in einem iranischen Gefängnis, nur weil er vor der Küste des Landes geangelt hatte. Im stern-Interview erzählt seine Frau Karin warum alle Versuche, ihn dort rauszuholen, bislang gescheitert sind.

Frau Klein, zusammen mit seinem französischen Skipper war ihr Mann nahe der Insel Abu Musa in iranische Hoheitsgewässer geraten und wurde verhaftet. Seitdem sitzt er im Iran in Haft. Warum ist er noch nicht frei?

Mein Mann wird politisch ausgenutzt.

Wie kommen Sie darauf?

Ein paar Wochen vor seiner Verhaftung hatte sich ein britisches Ehepaar mit einem Boot in dieselbe Gegend verirrt. Die haben auf der Insel sogar Picknick gemacht. Auch sie wurden festgenommen, aber nach 13 Tagen freigelassen. Mein Mann hat die Insel nicht mal betreten. Trotzdem haben sie ihn zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt ...

... wegen illegalen Grenzübertritts.

Dabei hat mein Mann das Boot gar nicht gelenkt. Er hat auch nicht entschieden, wohin das Boot fahren soll. Dafür war der französische Skipper Stephane Lherbier verantwortlich. Die Iraner sind misstrauisch geworden, weil sie an Bord ein Satelliten-Navigationsgerät und Kameras fanden. Die beiden wussten nicht, dass um die Insel herum militärisches Sperrgebiet ist. Mit der Kamera hat Lherbier die zwei Barracudas fotografiert, die mein Mann vor seiner Verhaftung gefangen hatte. Das GPS-Gerät gehört zur Bootsausrüstung. Mein Mann hat es nicht bedient.

Trotzdem ist es der Bundesregierung bisher nicht gelungen, Ihren Mann frei zu bekommen.

Ich weiß zwar, dass im Hintergrund Bemühungen laufen, meinen Mann rauszuholen. Aber ich bin mir sicher: Wenn er ein Politiker mit einem berühmten Namen wäre, wäre er schon längst draußen. Die deutsche Regierung setzt sich nicht genug für meinen Mann ein.

Deshalb engagieren Sie sich seit längerem selbst für die Freilassung ihres Mannes.

Ja, ich habe eine halbes Dutzend Gnadengesuche geschrieben. An Revolutionsführer Ajatollah Khamenei, an den Chef der Justiz Ajatollah Shahrudi und an andere Offizielle. Alle sind abgelehnt worden. Im Sommer hofften wir, dass die Regierung in Teheran zur Fußball-WM ein Zeichen setzen und meinen Mann freilassen würde. Doch daraus wurde nichts. Zuletzt hatten wir frühzeitige Haftentlassung nach neun Monaten beantragt - aber auch das war vergebens.

Warum?

In Teheran hieß es, das Urteil sei ohnehin viel zu milde ausgefallen. Dabei hatte unser iranischer Anwalt uns viel Hoffnung gemacht.

Durften Sie ihren Mann in der Haft besuchen?

Ja, im Mai durften wir uns ein paar Mal stundenweise im Büro des Gefängnisdirektors treffen. Im Juli bin ich wieder in den Iran geflogen. Es hieß, er bekäme Hafturlaub. Doch kurz nach meiner Ankunft wurde der wieder abgesagt, und wir konnten uns wieder nur im Gefängnis sehen. Mal heißt es, auf einem Antrag fehle ein Stempel, mal eine Unterschrift. Dann stehe ich doch vor verschlossenen Gefängnistüren.

Wie verlaufen die Besuche im Gefängnis?

Zuletzt haben wir uns in einem Besuchszimmer für Eheleute getroffen. Dort durfte ich sogar das Kopftuch abnehmen. Wir waren vier Stunden zusammen. Man fühlt sich zwar die ganze Zeit beobachtet. Aber wir waren froh, uns überhaupt zu sehen.

Was wurde aus dem Hafturlaub?

Im August durfte mein Mann für fünf Tage aus dem Gefängnis. Wir waren fast die ganze Zeit in einem Teheraner Hotelzimmer. Das Hotel musste so weit von der deutschen Botschaft entfernt liegen, dass keine Fluchtgefahr bestand. Dort betreute auch ein deutscher Psychiater, den das Auswärtige Amt geschickt hatte, meinen Mann. Mit ihm haben wir einmal einen Ausflug in ein Museum für Moderne Kunst gemacht. Außerdem gab es ein Abendessen mit deutschen Diplomaten. Das war eigentlich ein schöner Abend. Aber uns beiden war die ganze Zeit bewusst: Am Montagmorgen um 7 Uhr muss mein Mann zurück ins Gefängnis. Das steckt einem immer im Kopf drin.

Wie ging es ihrem Mann damals?

Er war sehr bedrückt. Es hätte so viele Dinge zu besprechen gegeben - wegen der Kinder und des Geschäfts. Aber wir kamen trotzdem nicht weiter. Jeder zweite Satz von meinem Mann war: 'Ich möchte so gern wieder nach Hause.'

Ihre zwei Kinder Jessica, 20, und Gustav, 19, hatten sie nicht mit nach Teheran genommen?

Nein. Ich wollte nicht, dass sie ihren Vater so sehen. Außerdem wäre meinem Mann alles noch schwerer gefallen, wenn sie mitgekommen wären.

Wie war der Abschied von ihrem Mann nach den fünf Tagen?

Darüber möchte ich nicht reden. Nicht gut.

Wie steckt ihr Mann die ständigen Rückschläge weg?

Er ist völlig niedergeschlagen und denkt sogar an Selbstmord. Er sagt immer: Wer gibt mir die Garantie, dass nach diesen 18 Monaten nicht noch was nachkommt. Das Schlimmste ist, wenn ich meinen Mann am Telefon höre ...

Wie versuchen Sie, ihm Mut zu machen?

Wir dürfen zweimal pro Tag telefonieren, für jeweils fünf, sechs Minuten. Ich sage ihm dann: 'Halt durch! Mir und den Kindern zuliebe. Wir brauchen dich doch.'

Wie wird Ihr Mann im Gefängnis behandelt?

Das Wachpersonal, der Gefängnisdirektor und auch die anderen Häftlinge sind sehr zuvorkommend. Mit 13 anderen Häftlingen ist er in einem offenen Zellentrakt untergebracht. Sie können sich selbst etwas kochen, Tee machen, es gibt einen Kühlschrank und einen Fernseher. Morgens ist Hofgang, dort darf auch geraucht werden. Um 7 Uhr wird geweckt, um 22 Uhr geht das Licht aus. Bei seiner Verhaftung wog mein Mann 85 Kilogramm, heute ist er auf 53 Kilogramm abgemagert. Er ist in der Haft um Jahre gealtert.

Was planen Sie für die nächste Zeit?

Ich kämpfe mit allen Mitteln weiter, meinen Mann da rauszuholen. Jeder Tag, den er früher raus kann, ist wichtig für ihn.

Interview: Steffen Gassel
Themen in diesem Artikel
Betruf beim Autokauf
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