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Gefasst und wieder geflohen: Mutmaßlicher Spion in Zypern offenbar untergetaucht

Der in Zusammenhang mit der US-russischen Spionageaffäre in Zypern festgenommene Verdächtige ist offenbar untergetaucht, nachdem er gegen Kaution freigelassen worden war.

Der in Zusammenhang mit der US-russischen Spionageaffäre in Zypern festgenommene Verdächtige ist offenbar untergetaucht, nachdem er gegen Kaution freigelassen worden war. Der 54-jährige Kanadier habe sich am Mittwochabend nicht den Auflagen entsprechend bei der Polizei in Larnaca im Süden der Insel gemeldet, sagte ein Polizeisprecher. Beamte hätten daraufhin in seinem Hotel nach ihm gesucht, allerdings ohne Erfolg. Nach dem Mann werde nun weiter gesucht.

Der 54-Jährige war am Dienstagmorgen am Flughafen von Larnaca festgenommen worden, als er ein Flugzeug nach Budapest nehmen wollte. Er wurde vor einer möglichen Auslieferung an die USA gegen Zahlung einer Kaution von 26.500 Euro aber wieder auf freien Fuß gelassen, seine Reisepapiere wurden einbehalten. Die USA suchen ihn wegen mutmaßlicher Spionage und Geldwäsche von 40.000 Dollar (32.800 Euro). Er soll unter anderem 2004 in New York von einem Verbindungsmann aus dem Umfeld der russischen Vertretung bei den Vereinten Nationen eine Tasche mit Geld erhalten haben.

Die US-Behörden hatten am Montag mitgeteilt, einen mutmaßlichen russischen Spionage-Ring zerschlagen zu haben. In den USA wurden zehn Verdächtige festgenommen. Sowohl die USA als auch Russland zeigten sich seitdem um Schadensbegrenzung bemüht und betonten ihre guten Beziehungen.

AFP / AFP