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Geiselhaft im Jemen: Entführte Schweizerin ist frei

Die vor knapp einem Jahr von Stammeskämpfern im Jemen gekidnappte Schweizerin ist aus der Geiselhaft entlassen worden. Mit der Entführung wollten die Täter zwei Gesinnungsgenossen freipressen.

Eine im Jemen entführte Schweizerin ist von ihren Entführern nach fast einem Jahr freigelassen worden. Das berichtete die Nachrichtenwebsite "News Yemen" am Donnerstag unter Berufung auf das Innenministerium.

Die Schweizerin hatte als Lehrerin in der westlichen Stadt Hodeida gearbeitet, wo sie im März 2012 von bewaffneten Stammeskämpfern entführt wurde. Die Entführer, die dem Terrornetz Al-Kaida nahestehen sollen, brachten die Geisel in die Provinz Schabwa.

Die Kidnapper hatten als Bedingung für die Freilassung der Frau die Entlassung von zwei inhaftierten Gesinnungsgenossen aus dem Gefängnis gefordert. Die Entführer produzierten mit ihrer Geisel zwei Video-Botschaften, in denen die Schweizerin um Hilfe bat.

Jemenitische Regierung unterstützte Verhandlungen

Nach ihrer Freilassung wurde die Frau am Mittwochabend erst in die jemenitische Hauptstadt Sanaa gebracht und dann nach Katar ausgeflogen. Die Regierung des Golfemirates hatte bei den Verhandlungen mit den Geiselnehmern geholfen.

Im Jemen werden häufig Ausländer von Stämmen oder Extremisten entführt, die sie benutzen, um Forderungen gegenüber der Zentralregierung durchzusetzen.

cob/DPA / DPA
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