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Geiselnahme in Alabama: Kidnapper hält Jungen in Bunker gefangen

Geiseldrama um einen sechsjährigen Jungen im US-Bundesstaat Alabama: Schon in der zweiten Nacht hält der Kidnapper das Kind in einem unterirdischen Bunker fest. Der Junge gilt als autistisch.

Die Geiselnahme eines sechsjährigen Jungen im US-Bundesstaat Alabama ist in die zweite Nacht gegangen. Der mutmaßliche Täter halte den Schüler weiter in seinem selbst gebauten unterirdischen Bunker gefangen, bestätigte die Polizei in Midland City am Mittwochabend (Ortszeit). Der Mann hatte am Dienstag einen Schulbus überfallen, den Fahrer erschossen und den Sechsjährigen in seine Gewalt gebracht. Am Mittwochabend hofften Einsatzkräfte weiter auf Möglichkeiten, den Jungen zu befreien.

Der Verdächtige habe zugelassen, dass die Polizei ihm Medikamente für das autistisch Kind über ein Rohr zureichte. Auch ein Malbuch für den Kleinen habe er angenommen. Es war unklar, ob der Junge in Verbindung mit dem Geiselnehmer steht. "Wir haben keine Gründe zu glauben, dass das Kind verletzt wurde", sagte der Sheriff des Bezirks Dale County, Wally Olson, laut dem TV-Sender NBC. Geiselexperten der Polizei stünden in Verhandlungen mit dem Mann.

Kidnapper gilt als Einzelgänger

Laut Medienberichten handelt es sich bei dem Täter um einen Militärveteran im Alter um die 60. Er werde von Nachbarn als Einzelgänger beschrieben, der sich mit seinem Bunker vor einer Katastrophe schützen wolle. Er habe das Erdloch über lange Zeit unermüdlich in seinem Garten ausgehoben, gelegentlich auch mitten in der Nacht. Zudem habe er mit radikalen Parolen gegen die Regierung auf sich aufmerksam gemacht.

Zeugen erzählten dem Sender Fox News, dass der mutmaßliche Täter am Dienstag in den Bus gestürmt sei und "ein Kind" verlangt habe, weil "das Gesetz" hinter ihm sei. Ein Pastor sagte CNN, dass Zeugen beobachtet hätten, wie der Mann den Fahrer mit vier Schüssen erschossen habe.

fw/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?