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Geiselnahme im Supermarkt Er war im Visier der Behörden - Was über den mutmaßlichen Mörder von Trèbes bekannt ist

Bei einer Geiselnahme werden mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt.  Der männliche Geiselnehmer habe zunächst ein Auto in Carcassonne gestohlen.   Dabei habe er einen Passagier getötet und den Fahrer verletzt.   Danach habe er in der Nähe einen Polizisten verletzt, bevor er bei der Geiselnahme in einem Supermarkt im Ort Trèbes zwei weitere Menschen getötet habe.  Das meldet die französische Agentur AFP.   Die Polizei stürmte wenig später den Supermarkt und setzte den Geiselnehmer außer Gefecht.  
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Männlich, jung, radikal - der mutmaßliche Geiselnehmer und Mörder von Trèbes war den Behörden bekannt, doch verhindern konnten sie die Wahnsinnstat nicht. Das weiß man bisher über den Mann.

Die französischen Sicherheitsbehörden hatten ihn auf dem Radar, und doch konnte Redouane Lakdim offenbar zum Killer werden. Mehrere kleinere Delikte, darunter Drogenvergehen, habe der 26-Jährige in der Vergangenheit begangen, erklärte Frankreichs Innenminister Gérard Collomb nach dem Ende der Geiselnahme in der 5000-Seelen-Gemeine Trèbes. Und: "Wir haben ihn beobachtet. Wir dachten, dass es keine Radikalisierung gibt." Offenbar ein Irrtum. Der Täter soll beim Betreten des Supermaktes "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") gerufen haben, berichteten Zeugen. Und er berief sich bei seiner Tat auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), wie die Nachrichtenagentur AFP vermeldete.

Ob der erschossene Geiselnehmer tatsächlich vom IS gesteuert wurde oder sich "nur" von der wirren Ideologie der Fanatiker leiten ließ, müssen die Ermittlungen ans Licht bringen. Nach Angaben der Behörden hat er alleine gehandelt. Am Ende eines dramatischen Tages bleibt das bittere Fazit des Innenministers: "Er ist plötzlich zur Tat geschritten, obwohl er schon überwacht wurde."

Redouane Lakdim lebte seit 1992 in Frankreich

Die französische Generaldirektion für Heimatschutz stellte laut Tageszeitung "Le Parisien" schon 2016 fest, dass der aus Marokko stammende - und schon seit den 1990ern in Frankreich lebende - Lakdim in salafistischen Kreisen verkehrte. Er soll regelmäßig in die Moschee gegangen sein. Einmal saß er kurz in Haft - warum, ist zurzeit noch nicht bekannt. Zwischenzeitlich verdächtigte man ihn, eine Reise nach Syrien unternommen zu haben - doch sicher war dies offenbar nicht.

Zweifellos hatte der Geiselnehmer jedoch Sympathien für das mörderische Vorgehen der Islamisten. Die Geiselnahme in dem südfranzösischen Supermarkt soll das Ziel gehabt haben, den wegen der Pariser Attentatsserie von 2015 inhaftierten Salah Abdeslam freizupressen, berichtete der Sender BFMTV.

Von diesem Vorhaben konnte er offenbar nicht einmal von seiner Mutter abgebracht werden. Mit ihr und mehreren Geschwistern wohnte Lakdim zusammen in einer Wohnung im nur wenige Kilometer vom Ort der Geiselnahme entfernten Carcassonne, so "Le Parisien" weiter. Die Mutter soll, nachdem ihr Sohn als mutmaßlicher Geiselnehmer identifiziert wurde, von den Einsatzkräften schleunigst zum Supermarkt gebracht worden sein, um die Verhandlungen zu unterstützen.

Geiselnahme endete tödlich

Nachbarn der Familie berichteten Reportern des Blatts, das was so oft in solchen Fällen zu hören ist: "Ruhig" und "nett" sei Lakdim gewesen. Einer, der "immer nette Worte" fand. Am Morgen soll der 26-Jährige noch seine kleine Schwester zur Schule gebracht haben.

Wenig später fallen die ersten Schüsse. Um kurz vor 15 Uhr endet das Leben von Redouane Lakdim. Zuvor soll er drei unschuldige Menschen umgebracht haben. Und doch sagte Innenminister Collomb: "Ein Massaker wurde sicherlich verhindert."

Bei einer Geiselnahme werden mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt.  Der männliche Geiselnehmer habe zunächst ein Auto in Carcassonne gestohlen.   Dabei habe er einen Passagier getötet und den Fahrer verletzt.   Danach habe er in der Nähe einen Polizisten verletzt, bevor er bei der Geiselnahme in einem Supermarkt im Ort Trèbes zwei weitere Menschen getötet habe.  Das meldet die französische Agentur AFP.   Die Polizei stürmte wenig später den Supermarkt und setzte den Geiselnehmer außer Gefecht.  
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mit DPA- und AFP-Material/anb

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