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George Zimmerman Todesschütze von Trayvon Martin versteigert Tatwaffe im Internet


George Zimmerman erschoss den schwarzen Teenager Trayvon Martin im Jahr 2012, ohne dafür verurteilt zu werden. Nun wird der Fall noch grotesker: Zimmerman versteigert die Tatwaffe auf einer Online-Plattform.

Vor vier Jahren erschoss George Zimmerman den unbewaffneten Afroamerikaner Trayvon Martin in Sanford nahe Orlando. Nun versteigert der damalige Nachbarschaftswächter die Waffe, mit der er den 17-Jährigen Ende Februar 2012 getötet hatte. "Das ist ein Stück amerikanischer Geschichte", schrieb er in der Produktbeschreibung auf der Online-Auktionsplattform GunBroker.com.

Er habe mit dieser Schusswaffe sein Leben verteidigt und Martins "brutale Attacke" abgewehrt, heißt es dort weiter. Die Auktion soll um 17 Uhr MESZ (11 Uhr Ortszeit) beginnen und rund einen Tag lang laufen. 

George Zimmerman berief sich auf Notwehr

Auf die tödlichen Schüsse folgte damals ein viel beachteter Prozess, in Zimmerman erklärte, dass Martin ihn zuerst attackiert habe. Außerdem bestritt er vehement, den Jugendlichen wegen seiner Hautfarbe ins Visier genommen zu haben.Letztendlich berief sich Zimmerman auf Notwehr - mit Erfolg. Er wurde nicht verurteilt. Im Februar 2015 wurde entschieden, dass in der Sache aus Mangel an Beweisen auch keine Anklage vor einem Bundesgericht erhoben wird.

Das Urteil löste Demonstrationen in mehr als 100 Städten aus und heizte die Debatte über rassistische Vorurteile gegenüber Schwarzen erneut an. Nun hat das Justizministerium Zimmerman die Waffe zurückgegeben, wie dieser auf GunBroker.com erklärte. 

Twitter-Nutzer empört über George Zimmerman

In sozialen Netzwerken zeigen sich viele Menschen angewidert und empört über das Verhalten von George Zimmerman. "Schämt sich dieser Mann nicht?", fragt eine Nutzerin auf Twitter. "Widerlich ist noch ein nettes Wort, um diese Kreatur zu beschreiben!", heißt es in einem anderen Kommentar

kis DPA

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