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Gerichtsurteil von Locri: Lebenslange Haft für Mafia-Mörder von Duisburg

Knapp vier Jahre nach dem Mafia-Massaker von Duisburg ist der Drahtzieher und Schütze zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Seinerzeit waren sechs Italiener vor einer Pizzeria regelrecht hingerichtet worden. Sie gelten als Opfer einer Fehde zwischen rivalisierenden Mafia-Clans.

Knapp vier Jahre nach dem sechsfachen Mafiamord von Duisburg ist der als Drahtzieher und Schütze angeklagte Giovanni Strangio zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden. Dies hat das Geschworenengericht im kalabrischen Locri am Dienstag entschieden. Die Richter folgten damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die den 32-jährigen Süditaliener als Organisator des Massakers und als einen von insgesamt drei Tätern überführt sah. Strangio selbst hatte sich immer als unschuldig bezeichnet.

Das im April vergangenen Jahres begonnene Verfahren gegen Giovanni Strangio war eingebettet in einen Mammutprozess gegen 14 Mitglieder der kalabrischen 'Ndrangheta in San Luca. Sieben von ihnen wurden am Dienstag ebenfalls zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt für ihre Beteiligung an der Blutfehde von San Luca. Dieser Streit zwischen den beiden 'Ndrangheta-Familienclans Pelle-Vottari und Nirta-Strangio gilt auch als Hintergrund der Duisburger Bluttat.

Bei dem Mafiamord von Duisburg waren nachts sechs Italiener vor der Pizzeria "Da Bruno" auf offener Straße erschossen worden. Die Tat, die als "Massaker von Duisburg" Geschichte machte, alarmierte vor vier Jahren die deutschen Mafia-Fahnder. Sie hatten Deutschland zuvor eher als ein Rückzugsraum für Mafiakiller denn als Schauplatz für offene Gewalt gehalten.

dho/DPA / DPA