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"Germania Nova": Auf dieser deutschen Yacht starb ein Teenager – jetzt steht sie zum Verkauf

Im März starb eine 18-Jährige auf der Luxusyacht "Germania Nova" des deutschen Unternehmers Jürgen Großmann. Jetzt soll sie verkauft werden.

Für 7,5 Millionen Euro wird die Luxusyacht "Germania Nova" auf der Internetseite von "Northrop & Johnson" angeboten. Alle technischen Details sowie weitere Bilder sind darauf zu sehen. Vorheriger Besitzer war der deutsche Unternehmer Jürgen Großmann. Im März starb ein 18-jähriges Mädchen auf der Yacht.

Für 7,5 Millionen Euro wird die Luxusyacht "Germania Nova" auf der Internetseite von "Northrop & Johnson" angeboten. Alle technischen Details sowie weitere Bilder sind darauf zu sehen. Vorheriger Besitzer war der deutsche Unternehmer Jürgen Großmann. Im März starb ein 18-jähriges Mädchen auf der Yacht.

Mit Stolz zeigte der deutsche Stahlunternehmer Jürgen Großmann seine Luxusyacht "Germania Nova" im vergangenen Mai am Hamburger Hafengeburtstag. Großmann ließ die Yacht 2011 nach dem legendären Zweimaster "Germania" aus dem Jahr 1908 nachbauen. Die "Germania" war im Besitz des Stahlbarons Gustav Krupp von Bohlen-Halbach. Sie sank 1930 vor Key Biscane und ist bis heute ein beliebtes Tauchziel. Die "Germania Nova" segelte vor Boston, New York, Venedig, Cannes und Las Palmas. Bis zum 14. März 2017. An diesem Tag starb die 18-jährige Bethany Smith auf der Luxusyacht. Was war geschehen?

Smith arbeitete als Deckhelferin auf der "Germania Nova". Sie verliebte sich vor über einem Jahr in die 1300 Quadratmeter Segelfläche und heuerte auf der Luxusyacht an. Zuvor war sie bereits zehn Jahre lang mit ihrer Familie um die Welt gesegelt. Das berichtete der "Telegraph" im März. Freunde beschreiben das Mädchen als einen "Sonnenstrahl". Auf ihrem Abenteuerblog mit dem Titel Flutingtootingbethany schrieb sie: "Lebe das Heute, denn du weißt nie, was der morgige Tag bringt." Nach diesem Motto soll sie gelebt haben.

Tödlicher Sturz bei Reinigungsarbeiten

Im Yachthafen Errol Flynn nahe Portland, Jamaika kam es dann zum tödlichen Zwischenfall: Bei Reinigungsarbeiten stürzte das 18-jährige Mädchen vom Mast. Seile sollen sich gelöst haben. Sie zog sich so schwere Verletzungen zu, dass sie nur Stunden später im Port Antonio Krankenhaus starb.

Derzeit untersucht das Marine-Amt von Antigua und Barbuda den tödlichen Unfall. Experten rechnen aber erst in mehreren Monaten mit endgültigen Ergebnissen. Der Selfmade-Milliardär und ehemalige Vorstandschef von RWE sowie Alleingesellschafter des Stahlwerks Georgsmarienhütte Jürgen Großmann hat sich zu dem tragischen Vorfall bislang nicht geäußert. Dafür steht seine "Germania Nova" nun für 7,5 Millionen Euro online zum Verkauf. Vielleicht ist auch das ein Statement.  

dsw