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Germanwings-Absturz Pilot Lubitz führte Glückstagebuch während der Psychotherapie


Der Germanwings-Pilot Andreas Lubitz, der seine Maschine mit 149 Passagieren abstürzen ließ, machte vor dem Unglück eine Therapie. Dort dokumentierte er seine Gemütszustände in einem Tagebuch.

Als der Germanwings-Pilot Andreas Lubitz im März diesen Jahres sein Flugzeug über den französischen Alpen abstürzen ließ und 149 Menschen mit in den Tod riss, litt er unter schweren Depressionen. Aus Vermerken der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wurde laut "Spiegel" bekannt, dass sich Lubitz wegen seiner Depressionen bereits seit Januar in Psychotherapie befand.

"Im Großen und Ganzen alles okay!"

Ein Teil der Therapie bestand darin, ein Buch zu führen, in das Lubitz seine Gemütszustände notieren musste. Laut "Spiegel" standen in dem sogenannten Glückstagebuch Sätze wie: "Im Großen und Ganzen alles okay!".  Einige Notizen waren auch mit Smileys versehen.

Aus den Akten der Staatsanwaltschaft geht weiter hervor, dass Lubitz im Rahmen seiner Therapie ein Mittel gegen Schlafstörungen erhalten hatte. Der behandelnde Arzt bat Lubitz allerdings, die Einnahme mit der Flugmedizin-Abteilung seines Arbeitgebers abzuklären. Ob dies geschehen ist, bleibt unklar.

Im Laufe der Therapie erhielt Lubitz dann das Antidepressivum Mirtazapin, was auch nach dem Unglück bei einer Hausdurchsuchung gefunden wurde. Neben Mirtazapin wurden noch drei weitere Antidepressiva in seiner Wohnung gefunden. Laut "Spiegel"-Informationen soll Lubitz angeblich kurz vor dem tragischen Absturz alle vier Psychopharmaka eingenommen haben.

hev

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