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Gerüchte um Sektenführer: 25-Jährige plant Hochzeit mit Charles Manson

Sie ist 25 Jahre alt, eine hübsche Frau und Charles Manson nennt sie "Star". Er feierte gerade seinen 79. Geburtstag und sitzt bis an sein Lebensende im Gefängnis. Doch Star will ihn heiraten.

Seit mehr als 40 Jahren sitzt Charles Manson im Gefängnis. Nachdem 1972 in Kalifornien die Todesstrafe abgeschafft worden war, wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt und verbüßt seine Strafe wegen Verabredung zum Mord im Corcoran-State-Gefängnis. Doch der Mann, der die Tate-LaBianca-Morde durch die Manson Family verantwortet, ist nicht einsam.

Wie das amerikanische "Rolling Stone"-Magazin, das den ehemaligen Hippiekommunen- und Sektenführer besuchte, berichtet, hat der alte Mann eine Verehrerin. Und die meint es offenbar wirklich ernst. Star, so wird sie genannt, ist 25 Jahre alt und liebt "Charlie" schon lange. Bereits mit 19 Jahren zog sie aus einer Stadt am Mississippi nach Corcoran, um ihn an jedem Wochenende, samstags und sonntags, besuchen zu können. Ebenfalls seit 2007 betreibt die Brünette die Website MansonDirect.com, die sie mit Fotos und aktuellen Geschichten bestückt, auf der sie seine Musik bewirbt und Fragen von Fans beantwortet.

Eheleben tabu

Dem "Rolling Stone" offenbart sie: "Ich sage es Ihnen gerade heraus, Charlie und ich werden heiraten. Wir wissen noch nicht wann, aber es ist mir sehr ernst. Charlie ist mein Mann. Charlie bat mich, es Ihnen zu erzählen. Wir haben es noch niemandem verraten." Eheliche Besuche werde es allerdings nicht geben, da zu lebenslang Verurteilte darauf keinen Anspruch hätten. Bestünde die Möglichkeit, "wären wir längst verheiratet", sagt Star.

Charles Manson sieht die Hochzeitspläne seiner Freundin in etwas anderem Licht: "Ach, das. Das ist ein Haufen Müll. Das wissen Sie doch, Mann. Das ist Trash. Wir spielen das nur für die Öffentlichkeit." Hoffentlich weiß Star das auch.

bal
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?