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Gescheiterte Geldübergabe: Anklage gegen Erpresser von Uli Hoeneß erhoben

Thomas S. hatte Uli Hoeneß Gewalt im Gefängnis angedroht und forderte 215.000 Euro. Bei der fingierten Geldübergabe war der Mann festgenommen worden. Nun ist in München Anklage erhoben worden.

Uli Hoeneß sitzt seit dem 2. Juni im Gefängnis in Landsberg am Lech ein

Uli Hoeneß sitzt seit dem 2. Juni im Gefängnis in Landsberg am Lech ein

Gegen den mutmaßlichen Erpresser von Uli Hoeneß ist in München Anklage erhoben worden. "Die Anklage ist bei Gericht eingegangen, über die Zulassung ist aber noch nicht entschieden", sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz. Die Staatsanwaltschaft habe die Anklage bereits im Juli erhoben, bestätigte sie einen Bericht von "Bild.de".

Der 50-jährige Thomas S. soll im Mai versucht haben, 215.000 Euro von Hoeneß zu erpressen. Andernfalls drohten dem Ex-Präsidenten des FC Bayern schwerwiegende Konsequenzen in der Haft. Bei der fingierten Geldübergabe wurde der mutmaßliche Erpresser festgenommen. Wann bei Zulassung der Anklage der Prozess gegen ihn beginnt, ist nach Aussage von Titz offen. Thomas S. soll mehrfach vorbestraft sein. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahren Haft.

Ex-Bayern-München-Präsident Hoeneß sitzt seit dem 2. Juni im Gefängnis in Landsberg am Lech. Das Landgericht München II hatte den 62-Jährigen im März wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Hoeneß hatte das Urteil akzeptiert.

nck/DPA / DPA