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Gescheitertes Mordkomplott: Opfer hört Gespräch mit Auftragskiller mit

Während ein Autohändler mit einem Auftragskiller Mordpläne bespricht, ruft er aus Versehen das auserkorene Opfer an. Der Mann hört alles mit, nun beschäftigt der Fall die amerikanische Justiz.

In Jonesboro, Arkansas, beschäftigt ein skurriler Kriminalfall Polizei und Justiz

In Jonesboro, Arkansas, beschäftigt ein skurriler Kriminalfall Polizei und Justiz

Dieser Mordversuch ging gründlich schief: Ein 68-jähriger Gebrauchtwagenhändler aus Jonesboro im US-Bundesstaat Arkansas scheiterte auf außergewöhnliche Weise daran, einen ehemaligen Mitarbeiter aus dem Weg zu räumen. Während er mit dem mutmaßlichen Auftragskiller die Details des Anschlags bespricht, wählt er mit dem Telefon versehentlich die Nummer des Mannes, auf den er es abgesehen hat. Wie die Region 8 News berichten, nahm die Polizei den Autohändler daraufhin wegen des geplanten Mordes fest.

Der versehentlich Angerufene hatte zuvor eineinhalb Stunden lang die Details der gegen ihn geplanten Attacke mitangehört. Laut Polizeiunterlagen soll sein Ex-Boss dem Killer gesagt haben: "Es ist mir egal, ob du sein Haus mit ihm abbrennst." Hauptsache, er lasse es "wie einen Unfall aussehen". Der Hitman sollte für seine Dienste 5000 Dollar sofort erhalten und den Rest, wenn der Job erledigt sei. Motiv für die Tat sollen Geldschulden gewesen sein, die der 68-Jährige seinem früheren Mitarbeiter nicht zahlen wollte.

Eine lange Vorbereitungszeit brauchte der beauftragte Hitman offenbar nicht. Noch während das auserkorene Opfer auf der Polizeiwache seine Aussage machte, brach ein Unbekannter in dessen Haus ein. Der Autohändler gab gegenüber der Polizei zu, seinen Ex-Mitarbeiter aus Versehen angerufen zu haben und einem Dritten dessen Telefonnummer und Adresse genannt zu haben. Doug Formon vom Jonesboro Police Department sagte dem lokalen Nachrichtensender, in 25 Dienstjahren habe er noch nie etwas Vergleichbares erlebt. Der Beschuldigte ist bei der Polizei kein Unbekannter: Gegen ihn sind weitere Verfahren wegen Diebstahls und Urkundenfälschung anhängig.

bak
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