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Gesetz in den USA: Philadelphia verbietet Waffen aus 3-D-Druckern

Während 3-D-Drucker der neue Trend sind, werden die damit hergestellten Waffen zu einer echten Gefahr. Die Stadt Philadelphia hat darauf nun reagiert - und könnte damit als Vorbild dienen.

Die Stadt Philadelphia hat ein Gesetz gegen Waffen aus 3-D-Druckern erlassen. Wie NBC berichtet, ist es den 1,5 Millionen Einwohnern damit verboten, Waffen oder auch Waffenteile mit 3-D-Druckern herzustellen. "Philadelphia ist eine der ersten Städte in den USA, die sich präventiv diesem Problem stellt", sagte der Vorsitzende des City Council, Kenyatta Johnson. Für ihn sei klar, dass von den selbstgebauten Waffen ein enormes Gefahrenpotenzial ausgehe.

Erst im Frühjahr war mit dem "Liberator" die erste druckbare Pistole präsentiert worden. Zwar wurde die dafür nötige Bauanleitung rund 100.000 Mal aus dem Internet heruntergeladen - wegen ihrer qualitativen Mängel geht von der Waffe aber keine wirkliche Gefahr aus. Dass dies aber nur Startschwierigkeiten sein könnten, zeigt die Firma "Solid Concepts" aus Kalifornien. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen die erste Waffe hergestellt, die anders als ihr Vorgänger aus Metall ist - und zudem dutzende Testläufe erfolgreich bestanden haben soll.

US-Politiker fordern deshalb seit längerem ein Verbot. Tatsächlich planen Kalifornien und Washington D.C. ein ähnliches Gesetz wie das in Philadelphia, auch auf Bundesebene wird über eine härtere Gangart diskutiert. Und auch in Deutschland rücken die Selfmade-Waffen in den Fokus der Sicherheitsbehörden. So befasst sich das Bundeskriminalamt mit den "möglichen Gefährdungen und auch möglichen Nutzen", wie die Bundesregierung nach einer parlamentarischen Anfrage der Partei "Die Linke" mitteilte.

she
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