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Gewaltexzess in Kiel: Opfer wurde mit Stahlketten attackiert

In der Kieler Innenstadt haben fünf junge Männer einen 42-jährigen zusammengeschlagen und ihm schwere Kopfverletzungen zugefügt - die Gewalttat erinnert an die jüngsten Exzesse in U- und S-Bahnen in München, Hamburg und Berlin.

Es ist wieder ein Gewaltexzess, mutmaßlich wieder begangen von jungen Männer. Diesmal nicht in einer U-Bahn in München, nicht in in einer U-Bahn in Berlin, sondern in Kiel. Mit Flaschen und Stahlketten haben fünf Männer am Freitagabend in der Kieler Innenstadt einen 42-Jährigen zusammengeschlagen und ihm schwere Kopfverletzungen zugefügt. Die mutmaßlichen Täter seien im Alter zwischen 15 und 20 Jahren, teilte die Polizei am Samstagmorgen mit. Ohne ersichtlichen Grund seien sie auf den Mann losgegangen, der vor einer Gaststätte Flaschen sammelte. Zeugen riefen die Polizei.

Es besteht keine Lebensgefahr

Zwei der jungen Männer konnten zunächst flüchten. Es gelang den Beamten jedoch, alle fünf Angreifer vorläufig festzunehmen. Das Opfer wurde ins Krankenhaus gebracht. Trotz der erheblichen Verletzungen bestehe aber keine Lebensgefahr.

Gewaltexzesse haben in jüngster Zeit immer wieder für Aufsehen gesorgt. In München schwebte ein Rentner in Lebensgefahr, nachdem er in einer U-Bahn-Station zum Opfer zweier jugendlicher Täter wurde, in Hamburg wurde ein Mann im vergangenen Jahr in einem S-Bahnhof in der Innenstadt erstochen - und in Berlin sorgte erst im April wieder ein brutaler Angriff in der U-Bahn-Station Friedrichstraße für Aufsehen.

fgüs/DPA / DPA