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Mordfall in Griechenland Spektakuläre Wende: Frau doch nicht von Einbrechern getötet – Smartwatch überführt Ehemann

Ein Auto der griechischen Polizei bei Dunkelheit
Nach etwas über einem Monat hat die Polizei einen der Aufsehen erregendsten Mordfälle Griechenlands wohl aufgeklärt (Symbolfoto)
© Giorgos Kontarinis/ / Picture Alliance
In Griechenland hat ein Verbrechen für Aufsehen gesorgt, bei dem eine Frau laut Ehemann von drei Einbrechern erwürgt wurde. Nun soll er selbst den Mord gestanden haben – nachdem ein Fitness-Tracker ihn verriet.

Es klang wie ein absoluter Alptraum: Drei Männer überwältigen eine junge Familie in ihrem eigenen Haus, fesseln den Ehemann und erwürgen die Frau, während ihr Mann und das elfmonatige Baby in unmittelbarer Nähe sind. So hat ein 33-jähriger Grieche der Polizei den Mord an seiner 20-jährigen Frau Anfang Mai geschildert. Die Einbrecher seien dann mit 10.000 Pfund in bar geflohen. Doch nun berichten britische Medien übereinstimmend, dass der Mann der griechischen Polizei den Mord an seiner Ehefrau gestanden hat.

Demnach seien die Ermittler dem Mann durch einen Fitness-Tracker auf die Schliche gekommen. Die Bewegungsdaten hätten nicht mit den Aussagen des Ehemanns übereingestimmt. Laut "Daily Mail" habe die Smartwatch der Ermordeten gezeigt, dass ihr Herz schon Stunden vor dem vermeintlichen Überfall aufgehört habe, zu schlagen. Zudem habe das Smartphone des Ehemannes gezeigt, dass er zwischen Dachboden und Keller hin- und hergelaufen sei – in den Stunden, in denen er nach eigener Aussage ans Bett gefesselt war. Außerdem sei um 1.20 Uhr die Speicherkarte einer Überwachungskamera entfernt worden – Stunden vor dem vermeintlichen Einbruch.

Geständnis nach Konfrontation mit Smartwatch-Daten

Damit konfrontiert, habe er nach mehreren Stunden Verhör ein Geständnis abgelegt. Seine Frau habe im Streit gedroht, ihn zu verlassen und das gemeinsame elfmonatige Kind mitzunehmen. Daraufhin habe er sie erstickt – wie genau, darüber gehen die Berichte auseinander – und die frühen Morgenstunden des 11. Mai damit verbracht, in der Wohnung im Athener Vorort Glyka Nera Spuren eines Einbruchs vorzutäuschen. Sogar den Hund der Familie soll er dafür getötet haben. Dann habe er die Polizei gerufen und den erlogenen Tathergang geschildert.

Laut "Daily Mail" war der Mann rasend eifersüchtig und die Ehe trotz des kleinen gemeinsamen Kindes schon nicht mehr glücklich. Im Streit will der Ehemann dann die Nerven verloren haben. Er soll am heutigen Freitag formal angeklagt werden.

Anmerkung: Auch der stern hatte über den Fall berichtet und dabei die Schilderungen des nun Tatverdächtigen wiedergegeben. Wir haben den entsprechenden Artikel offline genommen.

Quellen: "The Guardian", "Daily Mail", "Sky News".

tkr

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