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Prozess in Großbritannien: Mann soll Frau während der Geburt vergewaltigt haben

Im britischen Hull steht ein Mann vor Gericht, der seine Freundin vergewaltigt haben soll, während sie in den Wehen lag. Dass die Frau bereits vor Schmerzen geschrien hat, habe ihn nicht gestört, sagte die Staatsanwaltschaft.

Am Hull Crown Court steht ein Mann vor Gericht, der sein Freundin während der Geburt vergewaltigt haben soll

Am Hull Crown Court steht ein Mann vor Gericht, der sein Freundin während der Geburt ihres gemeinsames Kindes vergewaltigt haben soll

Der Fall, mit dem sich das Landgericht im britischen Hull im Kreis East Yorkshire beschäftigen muss, ist haarsträubend. Ein Mann soll seine Freundin vergewaltigt haben, während sie ihr gemeinsames Kind zur Welt brachte. Wie die Staatsanwaltschaft vor Gericht darlegte, wachte die Frau in der Nacht auf, weil bei ihr heftige Wehen eingesetzt hatten. "Um den Druck und die Schmerzen zu lindern, ging sie auf alle Vieren", zitiert die Lokalzeitung "Hull Daily Mail" den Staatsanwalt Michael Greenhalgh.

"Sie befand sich in dieser Position, als der Angeklagte aufwachte. Er sah sie nackt auf allen Vieren und sagte, er sei geil", fuhr er fort. Die Frau habe entgegnet, ob das sein Ernst sei. Allerdings habe der Mann keine Rücksicht darauf genommen. Die Frau habe vor Schmerzen geschrien und gebettelt, dass er aufhören soll. Doch der Angeklagte habe sie weiter vergewaltigt, so der Staatsanwalt. 

Als der 40-Jährige fertig war, habe er so getan "als ob nichts passiert wäre. Er bot ihr sogar an, ihr ein Bad einzulassen", erzählte Greenhalgh weiter. Kurz nach der Vergewaltigung sei die Frau ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo sie einen Sohn zur Welt brachte. 

"Ich weiß nicht mehr, ob ich Sex hatte"

Nachdem die Frau nach Hause zurückkehrte, habe sie sich entschlossen, Anzeige zu erstatten. Insbesondere sein Verhalten gegenüber dem Kind habe sie in ihrem Entschluss bestärkt. "Wenn das Kind weinte, ließ er sie das Baby nicht auf den Arm nehmen und beschimpfte es als  'kleines, verwöhntes Stück Sch***e'", berichtete der Staatsanwalt. 

Vor Gericht sagte der Angeklagte aus, dass er sich nicht daran erinnern könne, ob er am Tag der Geburt seines Sohnes Sex mit seiner damaligen Freundin hatte. "Ich weiß es nicht mehr, ob ich mit meiner Partnerin Sex hatte, als sie Wehen hatte", sagte er aus. Den Vorwurf der Vergewaltigung bestreitet er.

Im Prozess konfrontierte der Staatsanwalt ihn mit einer Textnachricht, die die Frau einmal an ihn geschickt hatte: "Wie du es in jener Nacht gemacht hast, als ich in Wehen lag", hieß es darin in Großbuchstaben, berichtet die "Hull Daily Mail". Der Mann gab jedoch an, er wisse nicht, was die Nachricht bedeuten soll.

ivi