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Prozesstermin: Gruppensex in der Sauna – nur einer traute sich ins Gericht

Beim Sex in einer öffentlichen Sauna erwischt zu werden, ist wahrscheinlich ein bisschen peinlich. Zudem ist intimes Treiben dort auch verboten. Vier ältere Herren mussten deshalb in Hamburg vor Gericht, nur einer kam.

Ein Mann liegt in der Sauna, ein Handtuch um die Hüften

Auch wenn es noch so gemütlich ist, Sex ist in einer öffentlichen Sauna nicht erlaubt. Auch nicht in der Gruppe. (Symbolbild)

Sex in der Öffentlichkeit gehört in die Kategorie mit dem schönen Titel "Erregung öffentlichen Ärgernisses" – wenn man sich erwischen lässt. Genau das ist ein paar älteren Herren passiert, die sich in der Sauna der Hamburger Alsterschwimmhalle vergnügten. Bis einer reinplatzte. Der Badegast hatte die Herren beim Hand- und Oralverkehr erwischt und den Bademeister informiert. Der rief die Polizei, die wiederum die Daten der Verdächtigen im Alter von 75, 75, 63 und 59 aufnahm.

Ein Jahr später, am 23. Februar 2017, wurden sie zum Gerichtstermin geladen – doch nur einer der vier Männer tauchte auf. Die fehlenden drei hatten, statt selbst zu erscheinen, ihre Anwälte geschickt. Der Richter bestrafte sie in Abwesenheit mit einer Verwarnung mit Strafvorbehalt sowie einer Geldstrafe von 300 Euro. Die Anwälte akzeptierten.

Der vierte Mann beteuert seine Unschuld – er gehe gar nicht in die Duftsauna

Der Ort des Geschehens im vergangenen Jahr war die Duftsauna der Alsterschwimmhalle. Und in die geht der Mann, der als Einziger und ohne Anwalt vor Gericht erschienen war, gar nicht. "Ich kann das mit dem Menthol nicht ab, das brennt mir in den Augen", erklärte er laut "Hamburger Morgenpost" vor Gericht. Vielmehr sei er von der Raucherterrasse gekommen und dabei zufällig in den Polizeieinsatz geraten. Er habe geglaubt, es sei "wieder etwas gestohlen" worden und habe sich dazugestellt. Seine Personalien wurden aufgenommen, er sollte sich anziehen und das Schwimmbad verlassen. "Ich hatte Hausverbot. Da stand ich dann", zitiert in die "Morgenpost".

Die Staatsanwältin fand die trockene Schilderung des 75-Jährigen durchaus nachvollziehbar und kommentierte sie mit: "Das klingt nicht ganz abwegig." Doch damit ist der Fall noch nicht ad acta gelegt. Der Prozess geht Anfang März weiter, der Richter will die Polizisten vernehmen. Der ältere Herr habe sichtlich genervt den Gerichtssaal verlassen.

Das Wetter wird in den kommenden Tagen bitterlich kalt


bal
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.