Häftling ermordet Freundin Justizministerin bestürzt über Bluttat in der JVA Remscheid


Ein Häftling hat während der Besuchszeit in der Justizvollzugsanstalt Remscheid am Sonntag seine Freundin getötet. Ersten Untersuchungen zufolge hatte der 50 Jahre alte Gefangene zunächst seine Lebensgefährtin getötet und dann versucht, sich das Leben zu nehmen.

Im Besucherraum des Gefängnisses von Remscheid hat ein 50-jähriger Häftling am Sonntag seine Lebensgefährtin getötet. Danach verletzte er sich "in suizidaler Absicht" schwer, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Wuppertal mitteilten. "Sein Gesundheitszustand ist stabil, es besteht keine Lebensgefahr. Er befindet sich nunmehr in einem Justizvollzugskrankenhaus."

Gegen 15.25 Uhr kontrollierten Bedienstete der JVA Remscheid-Lüttringhausen nach Ablauf der Besuchszeit den Raum. Sie fanden darin die 46-jährige Besucherin leblos vor und den Häftling schwer verletzt. Ein sofort eingesetzter Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Aufgrund der ersten Ermittlungen einer zwölfköpfigen Mordkommission sei davon auszugehen, dass der 50-jährige Täter zunächst seine Besucherin gewaltsam tötete, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Auf welche Weise die Frau umgebracht wurde, wollten sie noch nicht bekanntgeben. Ein Polizeisprecher kündigte für Montag nähere Informationen an.

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) erklärte, sie sei bestürzt über die Bluttat. "Das Geschehen macht mich fassungslos. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Opfers", sagte sie am Sonntagabend in Remscheid. Nach Bekanntwerden des Verbrechens hatte sie sich nach eigenen Angaben sofort zur JVA Remscheid begeben, um sich vor Ort über den Stand der Ermittlungen berichten zu lassen.

"Das Geschehen muss rückhaltlos aufgeklärt werden", betonte die Ministerin. "Das sind wir dem Opfer und seinen Angehörigen schuldig. Und wir müssen gegebenenfalls Konsequenzen ziehen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt."

Müller-Piepenkötter will am Mittwoch dem Rechtsausschuss des Landtags über die Bluttat und den aktuellen Stand der Ermittlungen berichten.

APN/DPA DPA

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