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Mordkommission ermittelt: Angler findet Leichenteile - erste Hinweise zur Identität der Toten

An einem Elbstrand in Hamburg sind Leichenteile entdeckt worden. Ein Angler wurde auf die sterblichen Überreste aufmerksam und verständigte die Polizei. Offenbar handelt es sich um die sterblichen Überreste einer Frau afrikanischer Herkunft.

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Polizisten und Rettungskräfte stehen mit einem Plastiksack am Fundort der Körperteile im Hamburger Stadtteil Rissen.

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An der Elbe in Hamburg sind am Donnerstag Leichenteile entdeckt worden. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte, stieß ein Mann am Strand im Stadtteil Rissen unmittelbar an der Grenze zu Schleswig-Holstein auf ein Körperteil und verständigte die Beamten. Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, handelt es sich bei dem Zeugen um einen Angler. Er habe gegen 8.30 Uhr bemerkt, dass sich einige Möwen für eine bestimmte Stelle am Ufer interessierten und dann nachgesehen, zitiert ihn das Blatt. Dabei machte er seinen grausigen Fund.

Polizisten fanden bei der folgenden Untersuchung des Fundorts ein weiteres Leichenteil. "Es wird von einem Tötungsdelikt ausgegangen", erklärte die Polizei

Polizei sucht nach weiteren Leichenteilen

Am Freitag informierte die Polizei darüber, dass es sich bei der Toten vermutlich um eine Frau afrikanischer Herkunft handele. Die Identität stehe noch nicht eindeutig fest. Es könne sich aber um eine 48-Jährige handeln, die seit dem 1. August 2017 verschwunden ist. Weitere Informationen, etwa um welche Körperteile es sich handelt, wollte die Polizei zunächst auf stern-Anfrage nicht herausgeben.

Eine Mordkommission war vor Ort, Beamte der Bereitschaftspolizei suchten den Bereich am Donnerstag noch stundenlang nach weiteren Leichenteilen ab, gleichzeitig suchte die Wasserschutzpolizei auf dem Fluss. Ein Hubschrauber unterstützte die Suche aus der Luft. Weitere Körperteile wurden allerdings nicht gefunden. 

Nun sucht die Polizei nach Zeugen, die in den vergangenen Tagen verdächtige Beobachtungen am Elbufer gemacht haben. Diese werden gebeten, sich unter der Nummer 040 / 42 86 - 56 789 an die Polizei zu wenden. 

fin/rös / AFP