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Hamburg Drama in Wohnblock: 28-Jähriger zündet offenbar Menschen an – ein Mann stirbt

Die ausgebrannte Wohnung in Hamburg-Eißendorf
Die Wohnung im Hamburger Stadtteil Eißendorf brannte aus, die Mordkommission der Polizei ermittelt
© Markus Scholz / DPA
Tragisches Ende eines Behördeneinsatzes in Hamburg: Als ein 28-Jähriger in die Psychiatrie gebracht werden soll, übergießt er mehrere Menschen mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündet sie an. Ein Mann stirbt, drei werden verletzt.

In Hamburg hat ein 28-Jähriger offenbar mehrere Menschen und sich selbst mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Drei Menschen wurden verletzt, ein 50-Jähriger starb.

Laut Polizei sind am Vormittag zwei Mitarbeiter des Bezirksamtes Hamburg-Altona zu einem Wohnhaus im Stadtteil Eißendorf im Süden der Hansestadt ausgerückt, um einen 28-Jährigen in die Psychiatrie einzuliefern. Ein Richter hatte zuvor die Zwangseinweisung veranlasst.

Ein Toter nach Angriff in Hamburg

Nach deren Eintreffen soll der 28-Jährige die städtischen Angestellten und seinen Betreuer mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen haben. "Es gab sofort eine Verpuffung", so Polizeisprecher Timo Zill. Ein 50-jähriger Mitarbeiter des Bezirksamtes überlebte die Attacke nicht, er erlag noch vor Ort seinen schweren Brandverletzungen. Sein Kollege erlitt lebensgefährliche Brandverletzungen und kam mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik, der Betreuer wurde leicht verletzt. Der 28-Jährige selbst wurde ebenfalls lebensgefährlich verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Als die Feuerwehr nach mehreren Notrufen an dem Mehrfamilienhaus eintraf, schlugen nach Angaben der Retter Flammen aus den Fenstern der Wohnung im dritten Stockwerk. Die insgesamt über 50 eingesetzten Feuerwehrleute konnten den Brand löschen und die weitere Ausbreitung des Feuers verhindern, wie ein Sprecher mitteilte. Unterstützt wurden die Rettungskräfte von der Polizei, die für Übersichtsaufnahmen einen Hubschrauber aufsteigen ließ.

Hamburger Polizei ermittelt

Der 28-jährige mutmaßliche Täter sei nicht als gefährlich eingestuft gewesen, berichtet unter anderem das "Hamburger Abendblatt"(Bezahlinhalt). Die beiden Mitarbeiter der Behörden sollen demnach im Umgang mit psychisch kranken Menschen erfahren gewesen sein.

Die Mordkommission der Hamburger Polizei hat nun die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum Ablauf der Tat aufgenommen.


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